Ganz in Weiß Drittes „Dîner en blanc“ am Samstag in Sögel

Von Marina Heller

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Ganz in Weiß: Auf das „Dîner en Blanc“ haben sich (von links) Lydia Will, Kristina Sunder, Vera Lüllmann und Sarah Sievers bereits eingestimmt. Foto: Marina HellerGanz in Weiß: Auf das „Dîner en Blanc“ haben sich (von links) Lydia Will, Kristina Sunder, Vera Lüllmann und Sarah Sievers bereits eingestimmt. Foto: Marina Heller

helm Sögel. „Ein Essen in Weiß“ lautet die einfache Übersetzung des „Dîner en blanc“ ins Deutsche, das am Samstag, 4. August 2018, ab 19 Uhr zum dritten Mal in Sögel zelebriert wird. Der besondere Reiz des Events liegt darin, dass der Treffpunkt erst kurz vor Beginn bekannt gegeben wird und alle Gäste in Weiß erscheinen.

Der Ort des Essens wird eine Stunde vor Beginn der Veranstaltung auf der Facebook-Seite „Dîner en blanc Sögel“ sowie den Sögeler LED-Ortseingangstafeln offenbart. Die Spielregeln des Dinners sind einfach: Die Gäste stellen ganz in weiß gekleidet ihre Tische und Stühle dicht aneinander, sodass eine lange Festtafel entsteht. Die Stühle stellt der Veranstalter, Tische sind von den Gästen mitzubringen. Hüte und weiteres weißes Schmuckwerk sind den Organisatoren zufolge ebenfalls sehr erwünscht. Weiß sollten auch die Tischdecke, die Teller und die Servietten sein. Gerne dürfte auch das gute Porzellan aus der Aussteuer verwendet und das Silberbesteck geputzt werden.

Abschluss mit Wunderkerzen

Des Weiteren soll sich auch das restliche Drumherum an der Farbe Weiß orientieren. Jeder Teilnehmer bringt für sich und seine Familie oder Freunde das Menü mit. Zum Abschluss gegen 22 Uhr werden Wunderkerzen angezündet und der Platz sauber verlassen.

Beim „Dîner en blanc“ treffen sich Menschen, die Spaß an einem stilvollen Abend haben und keine Mühen dafür scheuen, jedoch kostenlos und unkommerziell Freude am Genuss haben wollen. Die Namen der Verantwortlichen für diese Veranstaltung bleiben auch geheim, sind der Redaktion jedoch bekannt.

Garten für Party zu klein

Zur Geschichte des „Dîner en Blanc“: 1988 befand sich in Paris ein Mann namens François Pasquier in der misslichen Situation, dass seine für ein Sommerfest eingeladenen 200 Freunde nicht mehr in seinen Garten passten. So wich er kurzerhand in einen öffentlichen Park, den Bois de Boulogne, aus. Im vierten Jahr dieses Festes, bei dem alle Gäste ausschließlich in Weiß gekleidet sind (daher der Name „das weiße Dinner“) beschloss er, das Event – ohne Genehmigung – mitten in Paris abzuhalten und fand damit so großen Anklang bei seinen Gästen, dass dieses Fest seitdem jedes Jahr im Juni stattfindet. Das „Dîner en Blanc“ hat mittlerweile in vielen Städten Europas Nachahmer gefunden. In Papenburg beispielsweise organisiert es der Förderverein „Bunter Kreis“ zugunsten der sozialmedizinischen Nachsorge.


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