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25.07.2018, 18:17 Uhr KOMMENTAR

Zum Engpass der Blutkonserven: „Kein Bock“ ist kein Grund

Kommentar von Christian Belling

Blutspenden benötigt das Rote Kreuz derzeit dringend. Foto: Christian BellingBlutspenden benötigt das Rote Kreuz derzeit dringend. Foto: Christian Belling

bell Sögel. Jeden Sommer das gleiche Bild: Durch die Sommerzeit und das anhaltend gute Wetter sind die Lagerbestände für eine lückenlose Blutversorgung bei den Versorgern stark reduziert. Nach Ansicht unseres Kommentators ein nicht nachvollziehbarer Engpass.

Jeden Sommer das gleiche Bild: Durch die Sommerzeit und das anhaltend gute Wetter sind die Lagerbestände für eine lückenlose Blutversorgung bei den Hilfsorganisationen stark reduziert. Ein nicht nachvollziehbarer Engpass.

Denn was spricht gegen eine Blutspende? Sofern es keinen triftigen Grund gibt, der dies verhindert, sollte es eine Bürgerpflicht sein, vier- bis sechsmal im Jahr einen halben Liter Blut zu spenden. „Keinen Bock zu haben, ist definitiv keiner“, stellt der Sögeler Wolfgang Wind richtig fest. Mit seinen 125. Spenden macht es der 53-Jährige vor und liefert auch gleich einen plausiblen Grund für sein Engagement mit: „Es kann jeden treffen“.

Ob Unfall oder plötzliche Erkrankung – wie schnell kann der Notfall eintreten, bei dem eine Bluttransfusion lebensnotwendig wird. Wenn dann kostbares Blut wegen einer „Null-Bock-Einstellung“ fehlt, macht es mehr als wütend.

Ein positiver Nebeneffekt einer Spende ist darüber hinaus, dass das eigene Blut auf Krankheiten oder Mängel untersucht wird. Das ist insbesondere für Ärzte-Muffel ein nicht zu unterschätzender Aspekt.


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