Tolle Fläche am Kossenkamp Ein Summen und Brummen auf Blühwiesen in Sögel

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Sögel. Ein wahres Naturschauspiel ist derzeit am Kossenkamp in der Sögeler Ortsmitte zu bewundern. Auf einer Fläche von knapp 2000 Quadratmetern sorgt eine Vielzahl an Pflanzen dafür, dass sich Biene, Wespen, Hummeln und andere Insekten dort niederlassen.

Die bunte Pflanzenpracht ist das Ergebnis des Engagements der Blühwiesen-Initiative in der Hümmlinggemeinde. Im Frühjahr legte eine immer größer werdende Gruppe um Initiator Ludwig Koopmann an verschiedenen Stellen im Gemeindegebiet auf mehr als 5000 Quadratmetern Flächen an, die jetzt blühen. Die Initiative bildete sich im vergangenen Herbst und hat sich zum Ziel gesetzt, dem Insektensterben entgegenzuwirken. Rund 15 Helfer koordinieren die Aktivitäten im Ort. Dazu zählen außer Privatpersonen auch Ratsmitglieder, Unternehmer und Feuerwehrleute.

Vor einem Jahr noch Brachland

Von den Ergebnissen der Aussaat im Frühjahr überzeugte sich die Gruppe jetzt auf der Fläche am Kossenkamp. „Was wir hier in voller Blütenpracht sehen, war vor einem Jahr noch Brachland“, erklärt Initiator Koopmann. Alle Nachbarn hätten sich nach seinen Worten daran beteiligt, daraus eine schöne Blühwiese zu machen. „Das ist auch unsere Vorzeige- und zugleich Testfläche“, so Koopmann. In drei Bereiche teilten die Naturfreunde die in einer Senke liegenden und somit von der Trockenheit nicht so sehr betroffenen knapp 2000 Quadratmeter auf und brachten unterschiedliches Saatgut in den Boden. „Da es für uns das erste Jahr ist, in dem wir solche Aktionen durchführen, müssen wir natürlich noch Erfahrungen sammeln“, teilt der Initiator mit.

„Wollen im nächsten Jahr richtig durchstarten“

Davon habe die Initiative in den vergangenen Wochen und Monaten viele gesammelt. So wisse das Team mittlerweile, dass magere Böden die besten sind und die Saat am besten unmittelbar nach dem Fräsen des Bodens ausgebracht werden sollte. Im Herbst wollen die Helfer ein Fazit ziehen und daraus Erkenntnisse für das nächste Jahr gewinnen.

Denn dass die Sögeler Blühwiesen-Initiative eine Fortsetzung finden soll, steht außer Frage. „Im nächsten Jahr wollen wir richtig durchstarten“, so Koopmann. Eine Überlegung sieht vor, auf der Rasenfläche zwischen Schloss Clemenswerth und dem Mittelteich einen Blühstreifen anzulegen. Häufig würden die Teammitglieder auf ihr Engagement angesprochen werden. „Viele wollen mitmachen und ihren Beitrag leisten. Dieses Thema ist wirklich verbindend und bringt Nachbarschaften zusammen“, freut sich der Initiator.

Gemeinde sucht weitere Flächen

Unterstützung erhält die Initiative auch von der Gemeinde. „Wir sind froh, dass wir diese Gruppe haben“, macht der stellvertretende Gemeindedirektor Hans Nowak deutlich. Die Verwaltung überlege nach seinen Worten derzeit, welche weitere Flächen sich dafür eignen würden.

Auch Gemeindedirektor Günter Wigbers lobt das Engagement. „Die Blühfelder sind eine echte Bereicherung für Sögel und die Natur. Gern stellen wir weitere Flächen, sofern möglich, zur Verfügung.“ Wie Wigbers weiter ausführt, arbeite die Verwaltung bereits seit drei Jahren an dem Thema und habe seither mit den für das Wegeseitenraumprogramm der Samtgemeinde Sögel zuständigen Rangern Hans-Georg Jansen und Hermann Connemann rund 51 Kilometer Blühstreifen geschaffen. „Aber es gibt noch viel zu tun. Wenn neben den kommunalen Aktivitäten auch solche privaten Initiativen hinzukommen, sind wir auf dem richtigen Weg“, so Wigbers.

Insekten mehrere Nahrungsquellen bieten

Koopmann freut sich über die angekündigte Unterstützung, die es aber auch brauche, wenn das gesteckte Ziel erreicht werden soll. „Es macht nur Sinn, wenn die Insekten mehrere Nahrungsquellen zur Verfügung haben.“


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