Austausch mit Mitgliedern Sögeler Kirchengemeinde will lebendiger werden

Von Marina Heller

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In Kleingruppen haben in Sögel 100 Gemeindemitglieder und Gäste über ortsspezifische Fragen und Themen zum Wohle des Ortes und der Gemeinschaft nachgedacht und die Ergebnisse festgehalten. Foto: Marina HellerIn Kleingruppen haben in Sögel 100 Gemeindemitglieder und Gäste über ortsspezifische Fragen und Themen zum Wohle des Ortes und der Gemeinschaft nachgedacht und die Ergebnisse festgehalten. Foto: Marina Heller

helm Sögel. Über ortsspezifische Fragen und Themen zum Wohle des Ortes und der Gemeinschaft hat während einer Gemeindeversammlung die katholische Kirchengemeinde Sankt Jakobus Sögel gemeinsam mit 100 Gemeindemitgliedern und Gästen gesprochen und die Ergebnisse festgehalten.

„Die Kirchengemeinde soll lebendiger werden und dies auch bleiben“, erklärte Gemeindereferentin Petra Macke das Ziel der Veranstaltung. In Kleingruppen setzten sich die Anwesenden, angeleitet von ehrenamtlichen Tischgastgebern, jeweils mit drei Fragen auseinander. Anschließend trugen Macke, Kaplan Kruse Thevarajah und Pfarrgemeinderatsvorsitzende Dagmar Meyer die Ergebnisse zusammen.

„Wo ist Glaube für mich wichtig?“

Die erste Frage lautete „Wo ist Glaube für mich wichtig?“. Dabei wurde deutlich, dass den Gemeindemitgliedern ein lebendiger Glaube und die Gemeinschaft innerhalb der Kirchengemeinde wichtig sei. Allerdings fehlten andere Liturgieformen, der Bezug zur Gesellschaft und ein religiöser Stammtisch. Außerdem wünschten sich die Anwesenden, dass solch eine Diskussionsrunde häufiger angeboten werde.

„Wenn ich an die Kirchengemeinde Sögel denke, dann…“

Der zweite Themenbereich behandelte das Thema „Wenn ich an die Kirchengemeinde Sögel denke, dann…“. Gut ankommen würden die Öffnungszeiten des Pfarrbüros, die örtlichen Begebenheiten der kirchlichen Einrichtungen sowie die Arbeit der Lektoren und Kommunionhelfer. Allerdings würden in diesem Bereich eine gute Vernetzung der verschiedenen Vereine in Bezugnahme auf Terminabsprachen fehlen.

Wunsch nach größerem Seelsorgeangebot

Außerdem wünschten sich die Anwesenden ein größeres Seelsorgeangebot, weniger Bürokratie und einen Fahrdienst für Senioren. Zudem kam die Idee auf, einen unverbindlichen Helferpool für Veranstaltungen zu gründen. Weiterhin wurde der Wunsch geäußert, die Öffnungszeiten des Gemeindezentrums für Kinder zu erweitern und die Katholische Öffentliche Bücherei zentraler im Ort zu platzieren.

Treffen für alleinstehende Senioren angeregt

In der letzten Runde stellte die Kirchengemeinde die Frage „Was ist unsere Aufgabe als Kirchengemeinde?“. Einig waren sich alle Gemeindemitglieder, dass die Kirchengemeinde die Aufgabe hat, ein Vorbild zu sein und dies vorzuleben. Weiterhin gefalle ihnen das vielfältige Angebot insbesondere für Senioren und Jugendliche sowie die musikalischen Aktivitäten. Vermissen würden sie hingegen Angebote oder Treffen für alleinstehende Senioren und einen offenen Treffpunkt für Kinder.

Außerdem fehle ein „Stehcafé“, um gemeinsam Zeit nach der Messe zu verbringen. Einbringen möchten sich die Gemeindemitglieder in Form der Helferbörse und durch „Hilfe vor Ort“, insbesondere für Bedürftige.

Ergebnisse im Gemeindezentrum einsehbar

Gemeindereferentin Macke bedankte sich für die Anregungen. „Nur mit euch kann es so bunt werden, denn jeder hier ist Kirche“, so Macke. Die Gemeindemitglieder seien Multiplikatoren. Der Austausch christlicher Überzeugungen trage dazu bei, dass es „gut wird“. Die Stellwände mit den Ergebnissen sind in den kommenden Wochen im Gemeindezentrum einsehbar. Außerdem steht im Eingangsbereich der Kirche ein Briefkasten für Gedanken und Anregungen zum Thema bereit.

Der Kirchenvorstand wird die Ergebnisse im Herbst gemeinsam mit dem Gemeinderat in einer Verbundratssitzung ausarbeiten.


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