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1400 beim Dorffest Ministerin nimmt in Stavern Bad in der Menge

Von Hermann-Josef Mammes | 06.04.2019, 20:20 Uhr

Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat sich am Samstag rund drei Stunden lang auf dem Dorffest in Stavern aufgehalten. Dabei suchte sie immer wieder den Kontakt zu den Menschen und tobte sogar mit den Dorfkids auf einer Hüpfburg herum.

Die 1400 Festgäste waren begeistert von der Freundlichkeit der Ministerin. Das Bundesverteidigungsministerin richtete das Dorffest als Dankeschön aus. So drohte der Gemeinde Stavern und ihren 1100 Einwohnern während der Moorbrandes auf der WTD 91 in Meppen im September/Oktober sogar die Evakuierung.

Brand durch Raketentest verursacht

Am 3. September 2018 war durch einen Raketentest auf dem benachbarten Bundeswehr-Testgelände der Wehrtechnischen Dienststelle 91 die trockene Moorfläche in Brand gesetzt worden. Eigene Löschversuche der Bundeswehr scheiterten, der Brand nahm immer größere Ausmaße an. Erst nach der Anforderung von Technischem Hilfswerk und kommunalen Feuerwehren wurde das auch unterirdisch schwelende Feuer unter Kontrolle gebracht. Zeitweise hingen Rauchschwaden über einem großen Teil Nordniedersachsens.

600.000 Euro an Geschädigte gezahlt

Insgesamt waren demnach mehr als 5700 Helfer von Feuerwehren, Hilfsorganisationen und Behörden an der Bekämpfung des Moorbrandes beteiligt. Mehrere Tage galt in den angrenzenden Gemeinden bei Meppen Katastrophenalarm. Am 10. Oktober meldete die Bundeswehr, dass der Brand gelöscht sei. Inzwischen hat das Ministerium mehr als 600.000 Euro an Geschädigte ausgezahlt. (mit dpa)