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12.07.2018, 17:54 Uhr KOMMENTAR

Zu Prüferkosten bei Weltrekord-Versuch: Leistung muss zählen

Kommentar von Daniel Gonzalez-Tepper

Besuch von Klaus Peter Beier (rechts) aus Alpen in Nordrhein-Westfalen hat Claudia Nieters (links) bekommen. Beier sammelt derzeit bundesweit Dokumente von abgelehnten Rekordversuchen. Bei allen gab es keinen Besuch eines offiziellen Richters des Guinness-Verlags. Foto: Sammlung NietersBesuch von Klaus Peter Beier (rechts) aus Alpen in Nordrhein-Westfalen hat Claudia Nieters (links) bekommen. Beier sammelt derzeit bundesweit Dokumente von abgelehnten Rekordversuchen. Bei allen gab es keinen Besuch eines offiziellen Richters des Guinness-Verlags. Foto: Sammlung Nieters

Papenburg. Wenn Klaus Peter Beier aus NRW tatsächlich der Nachweis gelingt, dass der Guinness-Verlag solche Weltrekord-Versuche bevorzugt, bei denen Prüfer vor Ort waren, die mehrere Tausend Euro kosten, wäre das ein starkes Stück. Ein Kommentar.

Über mehrere Jahre hat Claudia Nieters den 7,2 Kilometer langen Schal gestrickt. Für die Werpeloherin stand von Anfang an fest, dass es ein Weltrekordversuch werden soll, bei dem das Gemeinwohl im Vordergrund steht und Spenden, die durch die spätere Weitergabe des Schals eingenommen werden, wohltätigen Zwecken dienen sollten. So ist es letztlich auch passiert: Mehr als 5000 Euro flossen an Vereine, Schulen und überregionale Spendenaktionen. Und auch bei den Rekordversuchen von Klaus Peter Beier läuft es nicht anders ab.

Für Menschen, die mit diesen Ambitionen an den Start gehen, wäre es unrealistisch, Kosten von bis zu 8000 Euro für den Besuch eines Prüfers des Guinness-Verlages zu tragen, weil nichts mehr übrig bleiben würde, um es zu spenden oder die Kosten für den Versuch zu decken. Bei Weltrekorden sollte immer die Leistung im Vordergrund stehen, nicht der Geldbeutel.


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