Feierstunde im Jugendheim Theatergruppe Börger besteht seit 50 Jahren

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Vier von fünf Spielleitern aus 50 Jahren Theatergeschichte Börger nahmen an der Feier teil, das sind (von links) Walter Goldmann, Hans-Hermann Schmees, Hubert Westerhoff, Christoph Klaßen. Foto: Theatergruppe BörgerVier von fünf Spielleitern aus 50 Jahren Theatergeschichte Börger nahmen an der Feier teil, das sind (von links) Walter Goldmann, Hans-Hermann Schmees, Hubert Westerhoff, Christoph Klaßen. Foto: Theatergruppe Börger

Börger. Auf eine 50-jährige Geschichte hat die Theatergruppe Börger während einer Jubiläumsveranstaltung zurückgeblickt. Vor rund 80 geladenen Gästen eröffnete der Vorsitzende und Regisseur des Vereins, Hans-Hermann Schmees, im Jugendheim Börger die Feierstunde.

„Streng genommen existiert Theatergeschichte in Börger mit Unterbrechungen nachweislich schon seit Beginn des 20. Jahrhunderts“, so Schmees. Nach einigen Jahren Pause gründete sich die Theatergruppe im Jahre 1968 dann neu und führte in den ersten Jahren zunächst hoch- und später plattdeutsche Stücke auf. Bis zum heutigen Zeitpunkt wirkten insgesamt „nur“ 81 Mitspielende auf der Bühne und 26 Souffleuse mit. Hinzu kommen Tätigkeiten hinter den Kulissen, etwa Technik, Bühnenbau und Maske. Insgesamt fünf Regisseure hatten seither die Spielleitung inne. „Diese vergleichsweise geringe Anzahl von Mitwirkenden in insgesamt 50 Jahren verdeutlicht die hohe personelle Kontinuität, mit der sich das Theater in Börger seit 1968 engagiert“, betonte Schmees.

Pflege des Plattdeutschen

Einen großen Sprung in der Vereinshistorie machte die Gruppe 2014, als man die Tätigkeiten in das Vereinsregister überführte. Nachdem der Vorsitzende dem Publikum vergangene und aktuelle Entwicklungen dargestellt hatte, schloss sich Bürgermeister Jürgen Ermes mit einer Dankesrede seitens der Gemeinde an. Ermes wies insbesondere auf den Beitrag zum Erhalt und zur Pflege der plattdeutschen Sprache hin, zu dem die Theatergruppe in Börger in exponierter Stellung beitrage. Hierbei handele es sich um ein Kulturgut, das vom Aussterben bedroht sei. Letztlich habe Ermes sein „eigenes plattdeutsches Hörverständnis durch den regelmäßigen Besuch der Veranstaltungen spürbar aufpolieren können“, ergänzte der Bürgermeister.

Neue Räume

Schmees wies abschließend darauf hin, dass das rege Vereinsleben durch gute Nachwuchsarbeit und Zusammenarbeit mit der Gemeinde auch in Zukunft gesichert sei. So könne das Ensemble ab sofort einen neuen Vereinsraum im künftigen Dorfgemeinschaftshaus an der Sögeler Straße nutzen. Nach Abschluss der bevorstehenden Bauarbeiten werden die Aufführungen aller Voraussicht nach ab 2020 in dem neuen Gebäude stattfinden. Im Namen der aktuell 56 Mitglieder bedankte sich der Vorsitzende bei allen Anwesenden für ihren Beitrag zur lokalen Theatergeschichte und wünschte sich „und allen Börgeranern, dass diese Tradition noch lange fortbestehen“ möge.


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