Vernissage auf Clemenswerth Ausstellung zeigt Sögeler und ihre Lieblingsstücke

Von Lambert Brand

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Porträts von Sögeler Bürger mit ihren Lieblingsstücken oder in ihrer Lieblingspose zeigt die neue Ausstellung „Da hängt mein Herz dran“ auf Schloss Clemenswerth. Das Bild zeigt die Künstler und die Ausstellungsleitung: (von links, stehend) Monika Lutz, Anne Gutmann-Paul, Oliver Fok, Heinz Wernicke, Margit Dillen-Hartmann, Johanna Wunderlich, Ramona Krons und (hockend, von links)Carmen Oberst und Victor Stanley van Sprang. Foto: BrandPorträts von Sögeler Bürger mit ihren Lieblingsstücken oder in ihrer Lieblingspose zeigt die neue Ausstellung „Da hängt mein Herz dran“ auf Schloss Clemenswerth. Das Bild zeigt die Künstler und die Ausstellungsleitung: (von links, stehend) Monika Lutz, Anne Gutmann-Paul, Oliver Fok, Heinz Wernicke, Margit Dillen-Hartmann, Johanna Wunderlich, Ramona Krons und (hockend, von links)Carmen Oberst und Victor Stanley van Sprang. Foto: Brand

Sögel. Am Emslandmuseum Schloss Clemenswerth in Sögel ist nun während einer Vernissage die neue Sommerausstellung unter dem Titel „Da hängt mein Herz dran“ eröffnet worden. Sie findet im Rahmen des Kunstmarktes „ParkArt trägt“ statt und ist noch bis zum 2. September zu sehen.

„Mit dieser Ausstellung wollen wir die Sögeler mitnehmen und einbinden in die Kunstwelt und das Kunstschaffen“, sagte der Direktor des Emslandmuseums, Oliver Fok, bei der Vernissage. Bei der Vorbereitung und Entwicklung der Ausstellung sei insbesondere der Schaffensprozess sehr spannend gewesen. Die Künstler hätten bei Streifzügen durch den Ort Sögeler „eingefangen“, die dann ihre Lieblingsstücke mitgebracht und präsentiert hätten. Dazu gehörten neben einem Feuerwehrhelm und einer Fotokamera auch der vierbeinige Freund, vertraute Orte und Gebäude, ein Buch, ein Bild sowie auch Erinnerungsstücke an einen verlorenen Menschen, eine verlorene Zeit oder einen verlorenen Ort.

Begeistert vom Sögeler Eis

Die Künstler haben das Thema der Ausstellung laut Museumsdirektor Fok sehr unterschiedlich umgesetzt. Monika Lutz bevorzuge die Collage und habe die Menschen mit ihren Lieblingsstücken in Orte projiziert, wo sie vielleicht noch nie waren oder in Posen dargestellt, die irritierten, aber auch zum Schmunzeln einladen würden. Vom Sögeler Eis war die Künstlerin Angelika Köllisch so fasziniert, dass sie die verschiedenen Variationen in der Enkaustik-Technik (Malen mit heißflüssigem Wachs) auf quadratische Leinwände gebracht habe. Besonders zur Geltung kommen Fok zufolge mehreren bekannte Sögeler Objekte wie die St.-Jakobus-Kirche und das Heimathaus, in dem Johanne Wunderlich sie mit einem unterschiedlich positionierten einfachen weißen Gartenstuhl ablichtete.

Dagegen liebt Margit Buß nach Angaben von Fok Schuhe und die Farbe Rot, was sie beides besonders in Szene gesetzt habe. Ein außerdem in der Farbe Grün in Szene gesetztes Geweih hob sich deutlich ab von den üblichen Vorstellungen dieser Jagdtrophäe. In schwarz-weiß, klassisch und mit einem hohen Wiedererkennungswert bildete Heinz Wernicke Sögeler mit ihrem Lieblingsstück ab.

Auf der Suche nach dem Spirituellen

Auf der Suche nach dem Spirituellen war Anne Gutmann-Paul mit einer Reihe von Bildnissen, die, wie Fok formulierte, ein Katalysator zur Spiritualität sind. Carmen Oberst hatte sich im Vorfeld der Ausstellung Bücher von Sögeler, darunter auch von Pater Edmund vom Kloster Clemenswerth, erbeten und sie in eigenwilliger Weise bearbeitet und mit einem roten Einband versehern. Unüblich für Ausstellungen: Diese Bücher darf der Besucher anfassen. „Carmen Oberst hat mit der Umgestaltung ein verändertes Verhältnis zum Buch sichtbar gemacht“, meinte Fok weiter.

Dass die Vernissage auch einen gewissen Spaßfaktor beinhaltete, war der Fotokünstlerin und für die Dramaturgie verantwortliche Carmen Oberst zu verdanken. Interessierte Besucher hatten ihre Lebendigkeit bereits bei einer Ausstellung im Jahr 2011 so erlebt. Ununterbrochen fotografierend und scherzend ergänzte sie die Ausführungen von Oliver Fok. Die Künstlerin offenbarte ihre Sichtweise zu den einzelnen Kunststücken und zeigte auch ihre Einstellung zu Büchern. („Romane lese ich gar nicht“).

Führungen am „ParkArt“-Wochenende

Oliver Fok lobte unter dem Beifall der zahlreichen Gäste die musikalischen Beiträge des Gitarristen Victor Stanley van Sprang und betonte, dass die Ausstellungsreihe ohne die Unterstützung der EWE-Stiftung und Sparkassenstiftung nicht realisierbar gewesen sei. Am „ParkArt“-Wochenende, 11. und 12. August, finden zusätzlich zu den normalen Besuchsmöglichkeiten um 15 Uhr Führungen durch die Ausstellung statt.


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