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Architekturwettbewerb Siegerentwurf für Besucherzentrum am Sögeler Schloss steht

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Sögel. Der Gewinner des Architekturwettbewerbs für das geplante Besucherzentrum am Emslandmuseum Schloss Clemenswerth in Sögel steht fest. Eine 18-köpfige Jury ermittelte aus den eingereichten 26 Entwürfen den besten Wettbewerbsbeitrag.

Wie der Landkreis am Freitag mitteilte, setzte sich die Jury aus Architekten und Landschaftsarchitekten sowie Vertretern des Landkreises Emsland zusammen. In ihrem Urteil legte sich das Gremium auf einen ersten Sieger sowie zwei Drittplatzierte fest.

Den ersten Preis sprach das Preisgericht einstimmig dem Büro Studiobornheim Unger Ritter Architekten Part aus Frankfurt am Main zu. Die zwei dritten Preise gingen ebenfalls einstimmig an Architekturbüros aus Berlin und Dresden.

Landrat Reinhard Winter zeigte sich mit dem Ergebnis zufrieden. „Ich danke den Architekturbüros für die eingereichten Entwürfe und ihr damit gezeigtes Interesse an der Wettbewerbsaufgabe. Mit den kreativen Beiträgen sind ganz unterschiedliche Lösungsvorschläge für diese sehr komplexe und anspruchsvolle Aufgabe vorgelegt worden. Wir haben uns die Auswahl nicht leicht gemacht“.

Jury prüft einen Tag lang

In der ganztägigen Sitzung prüfte die Jury dem Landkreis zufolge die 26 eingereichten Entwürfe intensiv. Die Wettbewerbsarbeiten waren in einem anonymisierten Verfahren durch die Wettbewerbskoordination vorgeprüft und vorgestellt worden. Das Preisgericht wurde ergänzend beraten durch Vertreter des niedersächsischen Landesamtes für Denkmalpflege sowie den Museumsleiter des Emslandmuseums Schloss Clemenswerth.

Zukunftsweisender Museumsbetrieb

Die Gremien des Landkreises Emsland hatten 2017 nach entsprechenden Beschlüssen den Prozess in Gang gebracht, mit dem die Besucherbetreuung und die Bedingungen für ein gutes Museums- und Veranstaltungsangebot verbessert werden sollen. „Die Museumsstrukturen sind über Jahrzehnte gewachsen und in die vorhandene Raumsituation eingepasst worden. Insbesondere wegen der Kleinteiligkeit der Raumaufteilung in den Museumspavillons fehlen dem Museum Räume, die heute Voraussetzungen für einen zukunftsweisenden Museumsbetrieb sind“, erklärte Winter.

Nutzfläche von 900 Quadratmetern

Das Besucherzentrum soll nun in direkter Nähe zu den Schlossgebäuden, aber außerhalb des denkmalgeschützten Schlossareals entstehen. Für den Neubau auf dem kreiseigenen, südlich an die Schlossanlage angrenzenden rund zwei Hektar große Wiesengrundstück wurde eine Nutzfläche von rund 900 Quadratmetern zugrunde gelegt. Als Anforderung an die neu zu schaffende Architektur wurde laut Landkreis formuliert, dass sie ein modernes Äquivalent zur hochqualitativen barocken Architektur sein soll und auf den Umgebungsschutz des Schlosses Bezug nehmen muss.

Verhandlungsgespräche folgen

Im nächsten Schritt werden nun Verhandlungsgespräche mit den drei Preisträgern geführt, in denen außer dem Wettbewerbsergebnis auch die Bearbeitungsorganisation sowie das Honorarangebot eine Rolle spielen werden. Das Büro, das aus diesen Verhandlungsgesprächen als Sieger hervorgeht, soll dem Landkreis zufolge zeitnah mit den Leistungen der Architektur und Landschaftsarchitektur beauftragt werden.

Arbeiten im Marstall zu sehen

Die Wettbewerbsarbeiten sind in der Jugendbildungsstätte Marstall Clemenswerth in Sögel zu sehen. Die Ausstellung ist montags bis samstags von 8.30 bis 18 Uhr sowie sonntags von 8.30 bis 13 Uhr geöffnet.


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