Forderung an Unternehmensleitung Sögeler SPD fordert Festeinstellungen auf Schlachthof

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Festeinstellungen von Mitarbeitern auf dem Schlachthof Weidemark fordern (von links) Anno Immenga, Frank Klaß und Lars Bollmann von der SPD in Sögel. Foto: SPD SögelFesteinstellungen von Mitarbeitern auf dem Schlachthof Weidemark fordern (von links) Anno Immenga, Frank Klaß und Lars Bollmann von der SPD in Sögel. Foto: SPD Sögel

pm/bell Sögel. In der Diskussion um die Vorwürfe gegen Dienstleister des Schlachthofs Weidemark in Sögel, Werkvertragsarbeiter trotz Krankschreibung zur Arbeit gezwungen zu haben, fordert jetzt die Sögeler SPD die Unternehmensleitung von Weidemark auf, „sich endlich ernsthaft um die Festeinstellung von Mitarbeitern zu kümmern.“

Wie die Sozialdemokraten mitteilen, gebe es seit Jahren es immer wieder Probleme bei Subunternehmen, die Werkvertragsarbeiter für den Schlachthof bereitstellen. Von Einzelfällen könne der SPD zufolge „schon lange nicht mehr gesprochen werden“. Nach ihrer Auffassung sei es nun an der Zeit, dass sich die Unternehmensleitung von Weidemark „endlich ernsthaft um die Festeinstellung von Mitarbeitern kümmert.“ „Sobald sich die Arbeitsverhältnisse vor Ort bessern, entspannt sich auch die ganze Situation“, ist sich der SPD-Fraktionsvorsitzende Anno Immenga sicher.

Perspektive und Planungssicherheit

Wie die Sozialdemokraten weiter ausführen, würde sich dadurch die Einkommenssituation der Mitarbeiter nachhaltig verbessern. Zudem würden die ausländischen Arbeitnehmer eine Perspektive und Planungssicherheit haben, was auch die Integration erleichtere.

„Würde Weidemark guttun“

Darüber hinaus würde es laut SPD dem Ansehen von Weidemark guttun, „den mehrfachen Ankündigungen die Mitarbeiter fest einzustellen, nun auch tatsächlich Taten folgen zu lassen.“ Der sogenannte „Sögeler Weg“ werde überflüssig, zumal es nach Auffassung der Fraktion selbstverständlich sei, dass die Arbeitnehmer in Sögel professionell beraten werden und ihnen menschenwürdige Unterkünfte zur Verfügung stehen. „Warum hält Weidemark, auch mit Rückendeckung der Samtgemeinde Sögel, immer noch am System der Werkvertragsarbeit fest? Jetzt ist es an der Zeit, dieses im Sinne der Menschen zu ändern“, wird SPD-Ratsherr Frank Klaß in der Mitteilung zitiert.

Trotz Krankheit zur Arbeit gezwungen?

In der vergangenen Woche war bekannt geworden, dass Vorarbeiter in Unterkünften der Arbeiter gekommen sein sollen und die Mitarbeiter zur Arbeit gezwungen haben. Zudem sollen Gehälter nicht ausgezahlt worden sein. Die Tönnies Lebensmittel GmbH, dessen Tochter Weidemark ist, hatte die Vorwürfe zurückgewiesen. Vom Kolping-Europabüro und dem DGB-Projekt „Faire Mobilität“ wurde jedoch bestätigt, dass es Probleme mit Subunternehmerfirmen gegeben haben soll.

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