Zehn Jahre Hümmlinger Pilgerweg 100 Jubiläumspilger unterwegs zur Alten Dorfstelle Wahn



Alt-Wahn. Bei strahlend blauem Himmel haben am Samstag rund 100 Pilger das zehnjährige Bestehen des Hümmlinger Pilgerweges im wörtlichen Sinne „begangen“. Sowohl aus Lathen, als auch aus Börger kamen Wandergruppen zur Alten Dorfstelle Wahn.

Ein beeindruckendes Bild bot sich den zahlreichen Teilnehmern auf der Alten Dorfstelle in Wahn, als die mit Hut, Stock und Rucksack ausgestatteten Pilgergruppen in Begleitung von Generalvikar Theo Paul und Landessuperintendent Dr. Detlef Klahr dort eintrafen. Von der St.-Jodocus-Kirche in Börger und der St.-Vitus-Kirche in Lathen aus waren sie die zehn und 14 Kilometer langen Strecken gewandert. Unterwegs haben die Jubiläumspilger an verschiedenen Stationen Halt gemacht und bei geistlichen Impulsen und Gebeten innegehalten.

Pilgerweg erfreut sich zunehmender Beliebtheit

„Die Wege, die wir im Leben gehen, sind Pilgerwege. Christus ist mit auf dem Weg, auf der Pilgerschaft unseres Lebens“,sagte Klahr in seiner Festpredigt und zeigte sich erfreut über die zunehmende Beliebtheit des Pilgerns auf dem Hümmling. Er sprach von drei Komponenten für den Pilgerweg des Lebens und legte den Zuhörern ans Herz: „Orientierung, den eigenen Weg und die Gastfreundschaft auf diesem Weg, das möge euch weiterhin begleiten, in der Dankbarkeit für das, was Gott uns gibt an Orientierung, an Zusagen für den eigenen Weg und als Großartigkeit der Gastfreundschaft, die ihr selber schenkt.“

Ein Pilgerstab für den Generalvikar

Der Generalvikar überbrachte derweil die Grüße von Bischof Franz-Josef Bode, der vor zehn Jahren den Hümmlinger Pilgerweg in Börger eingeweiht hatte. Paul bedankte sich bei den Verantwortlichen des Hümmlinger Pilgerweges für das großartige Engagement und dass „diese Initiative auf dem Hümmling gelebt und gestaltet wird“. Am Ende der ökumenischen Andacht, die von Pfarrer Bernhard Horstmann und Pastor Matthias Voss gestaltet wurde, überraschte Hermann Schmitz aus Börger die beiden Gastpilger Paul und Klahr mit einem selbst erstellten Pilgerstab des Hümmlinger Pilgerweges. Musikalisch umrahmt wurde das Festprogramm mit Musikbeiträgen auf der Gitarre von Corina Gerdes.

„Leuchtturm-Projekt“

„Ich bin heute noch stolz auf den zwölfköpfigen Arbeitskreis Hümmlinger Pilgerweg, der sich vor über zehn Jahren gebildet hatte und die Idee von Ingrid Cloppenburg umsetzte, den Hümmlinger Pilgerweg mit dem Untertitel „Von Stein zu Stein“ ins Leben zu rufen“, sagte der Vorsitzende des Vereins Hümmlinger Pilgerweg, Hermann Wintering, in seiner Rückschau auf die Entstehung und Entwicklung des Pilgerweges. Er sei dankbar für die große Unterstützung der drei Samtgemeinden Sögel, Werlte und Nordhümmling, die den Hümmlinger Pilgerweg zu einem „Leuchtturm-Projekt“ dieser Region ausgerufen hätten. Zusammen aus Mitteln der drei Samtgemeinden, einem Zuschuss aus dem Leader-Programm der Europäischen Union und dank des Einsatzes von Regionalmanager Ralph Deitermann habe der Hümmlinger Pilgerweg geschaffen werden können, so Wintering weiter.

Pilgern unter fachlicher Führung

Im Jahr 2014 sei aus dem Arbeitskreis der gleichnamige Verein gegründet worden, dem die Pilgerbegleiter der drei Samtgemeinden und etwas später auch Lathen mit ihren Touristikbüros eintraten. Als einen Glücksgriff bezeichnete Wintering die Kooperationsvereinbarung zwischen der Jugendbildungsstätte Marstall Clemenswerth und dem Pilgerweg. Dadurch könnten Jugendliche, Firmlinge und Schulklassen unter fachlicher und kompetenter Führung für das Pilgern begeistert werden.

Alte Dorfstelle Wahn

Die Erinnerungsstätte „Alte Dorfstelle Wahn“ sei Winterings Worten zufolge bisher als Nebenstrecke des Hümmlinger Pilgerweges benannt, aber kaum angepilgert worden. Das wolle man jetzt nach Möglichkeit ändern. „Der Anfang ist mit dem heutigen Tag gemacht“, bekräftige Wintering.

Zum Rahmenprogramm des Nachmittags gehörte auch ein Vortrag von Vorstandsmitglied Heidrun Langen über die Geschichte des Dorfes Alt-Wahn.


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