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14.05.2018, 17:02 Uhr KOMMENTAR

Zu Blühwiesen in Sögel: Weitere Nachahmer erwünscht

Kommentar von Christian Belling

Um Bienen ausreichend Nahrungsquellen zu bieten, werden aktuell in Sögel an zahlreichen Stellen Blühwiesen angelegt. Symbolfoto: Patrick Pleul/dpaUm Bienen ausreichend Nahrungsquellen zu bieten, werden aktuell in Sögel an zahlreichen Stellen Blühwiesen angelegt. Symbolfoto: Patrick Pleul/dpa

bell Sögel. In Sögel nimmt derzeit eine Initiative Fahrt auf, die dem Insektensterben etwas entgegenstellen möchte und an vielen Stellen im Ort Blühwiesen anlegt. Ein Kommentar.

Einer fängt an und viele weitere folgen: Zurecht bezeichnet der Sögeler Ratsherr Niels Gepp die Blühwiesen-Initiative als Parabeispiel dafür, dass ein Anliegen auch ohne Fördermittel auskommt und ohne langatmige Diskussionen im Vorfeld starten kann.

Die in der Hümmlinggemeinde stetig wachsende Gemeinschaft von Privatpersonen sowie Vertretern aus Verwaltung, Politik und Vereinen setzt mit dem großzügigen Anlegen von Blühwiesen ein deutliches Zeichen, dass ihnen das Insektensterben nicht egal ist. Auch in anderen Orten haben sich bereits Initiativen gebildet, die etwas gegen diese Entwicklung unternehmen wollen. Weitere Nachahmer sind erwünscht.

Doch bei aller Euphorie über den momentanen Zuspruch wissen die Akteure genau, dass ihr Einsatz auf lange Sicht alleine nicht viel bewirken wird. Um dem nachweislich vorhandenen Insektensterben grundlegend etwas entgegenzustellen, bedarf es Einflussnahme von höherer Ebene. Gemeinsam sind Politik und Landwirtschaft gefordert, eine Lösung zu finden.

Diese kann nicht von heute auf morgen kommen. Resignieren sollten die lokalen Helfer deswegen aber keineswegs. Wichtig wird sein, den Einsatz für den Erhalt der Insekten auch dann aufrechtzuerhalten, wenn die öffentliche Diskussion abgeebbt ist. Dann zeigt sich, wer wirklich hinter der Sache steht.


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