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04.05.2018, 18:42 Uhr KOMMENTAR

Politikgebaren in Börger ein Schlag ins Gesicht

Kommentar von Christian Belling

In Börger gibt es Ärger um eine Beschlussvorlage, der einen Zuschuss für das Hümmling-Hospital vorsah, dort aber nie ankam. Foto: Mirco Moormann/ArchivIn Börger gibt es Ärger um eine Beschlussvorlage, der einen Zuschuss für das Hümmling-Hospital vorsah, dort aber nie ankam. Foto: Mirco Moormann/Archiv

Börger. Allem Anschein nach hat die Verwaltungsspitze in Börger über einen Beschluss abstimmen lassen, dessen Inhalt nicht der Wahrheit entspricht. Nach Ansicht unseres Kommentators nicht nur für die unwissenden Ratsmitglieder ein Schlag ins Gesicht.

Allem Anschein nach hat die Verwaltungsspitze in Börger über einen Beschluss abstimmen lassen, dessen Inhalt nicht der Wahrheit entspricht. In der Vorlage steht deutlich, dass der Samtgemeinde (SG) Sögel 40.000 Euro für eine Förderung baulicher Vorhaben am Hümmling-Hospital ausgezahlt werden sollen. Doch dafür war das Geld nie vorgesehen.

Vielmehr drohte die SG mit der Reduzierung des Zuschusses für die neue Turnhalle in Börger, falls die Gemeinde ihrer Schuld für den interkommunalen Krippenausgleich nicht nachkomme. Dieser wird in Börger allerdings abgelehnt, so dass wie von CDU-Ratsherr Andreas Jansen richtig beschrieben, ein „Deckmantel“ für die Begleichung der Schuld gefunden werden musste. Eine andere Interpretation lässt das Vorgehen jedenfalls nicht zu.

Ein Verhalten, dass nicht nur von unwissenden Ratsmitgliedern als ein Schlag ins Gesicht gewertet werden muss. Offen ist dabei allerdings noch, wer im Vorfeld über das Vorgehen informiert war und wer nicht.

Auch dem Hümmling-Hospital wird dieses Vorgehen in keiner Weise gerecht. Einer Einrichtung, an der Tag für Tag medizinische Höchstleistungen abgerufen werden, Hilfen vorzugaukeln, die wissentlich nicht eingehalten werden können, ist auch moralisch verwerflich.


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