Tonnenschwerer Findling versetzt „Weißer Riese“ hat in Sögel eine neue Heimat


pm/bell Sögel. Der „Weiße Riese“ hat in Sögel eine neue Heimat. Das Wahrzeichen im Süden der Hümmlinggemeinde wurde von Mitarbeitern des Bauhofes mithilfe eines großen Autokrans versetzt.

In den tonnenschweren Findling am Rande der Eisenbahnstrecke im Sudend meißelte nach Angaben der Gemeinde vor 52 Jahren die Sögeler Ordensschwester Kuniguld die Figur von Jesus Christus. Zudem wurde ein weiterer Hünenstein mit einer Inschrift versehen. Im Volksmund hieß der Platz laut Verwaltung schnell „weißer Riese“ und sei besonders für die Kinder im Sudend in den 1970er- und 1980er-Jahren ein Erlebnisspielplatz gewesen.

Einweihung und Gewinnspiel

Seit dem Bau der Umgehungsstraße vor mehr als sechzehn Jahren ist ein direkter Zugang zum Platz nicht mehr möglich. Der Gemeinde zufolge wurde nun auf Wunsch der Nachbarschaft der der Findling im Bocksfelde verlegt. Die neue Begegnungsstätte mit dem „weißen Riesen“ soll am Freitag, 15. Juni, um 18 Uhr eingeweiht werden. Vor gut einem Jahr äußerte der Sögeler SPD-Ortsverein sein Unverständnis über die Versetzung aufgrund des neuen Verladebahnhofs.

Die Gemeinde nimmt indes den Standortwechsel zum Anlass für ein Gewinnspiel. Wie die Verwaltung mitteilt, sind alle Sögeler aufgerufen, das Gewicht des „Weißen Riesens“ zu schätzen. Die Schätzcoupons sind im Rathaus zum Preis von zwei Euro erhältlich und können in eine bereitgestellte Losbox geworfen werden. Der Erlös aus dem Gewinnspiel ist nach Angaben von Bürgermeisterin Irmgard Welling (CDU) für den Neubau der dritten Kindertagesstätte an der Uhlandstraße gedacht. Gewonnen werden kann ein Flug in einem doppelsitzigen Segelflugzeug sowie ein Präsentkorb im Wert von 100 Euro.