Altes Jugendheim soll saniert werden Hohe Nachfrage: Hüven will Bauland bereitstellen

Von Christian Belling


Hüven. Die Gemeinde Hüven will Bauland schaffen und damit der hohen Nachfrage gerechtwerden. Auf einer Bürgerversammlung im Dorfgemeinschaftshaus stellte Bürgermeisterin Simone Borgmann (CDU) vor mehr als 120 Zuhörern die Pläne der Gemeinde für die kommenden Monate vor.

Auffällig viele junge Hüvener fanden den Weg ins Dorfgemeinschaftshaus, um sich informieren zu lassen. „Ich vermute, viele von euch sind hier, weil sie ein Eigenheim errichten wollen“, so Borgmann. Um die Nachfrage nachzukommen, setzt die Gemeinde auf eine Innenverdichtung. So werden nach Worten der Bürgermeisterin aktuell Planungen vorangetrieben, um Bauland im Bereich des alten Jugendheimes bereitstellen zu können. „Die Fläche dort hat sich angeboten. Wir hoffen, im nächsten Jahr an dieser Stelle rund zehn Bauplätze anbieten zu können.“ Eventuell weiteres Bauland könnte sich im Bereich des Friedhofs ergeben. „Das wird derzeit abgeklärt“, teilte Borgmann mit. Ihr sei es bei den Planungen wichtig, die Innenverdichtung voranzubringen. „Wir wollen das Dorf zusammenhalten und lebendig bleiben.“

Sanierung nach dem Jubiläumsschützenfest

Ein weiteres großes Projekt wird der Bürgermeisterin zufolge die Sanierung des alten Jugendheimes darstellen. „Hier besteht schon seit längerem Bedarf.“ Die Kosten dafür beziffert Borgmann auf rund 250.000 Euro. Derzeit werde geprüft, ob man Fördergelder für das Vorhaben generieren könne. Startschuss für die Sanierung soll aber erst im Sommer nächsten Jahres nach dem Jubiläumsschützenfest zum 150-jährigen Bestehen des Schützenvereins sein. Borgmann: „Bis dahin haben wir noch genug Zeit für die Planung.“

Genug Rücklagen: Keine Kredite nötig

Weitere Investitionen der Gemeinde sind in den Straßenbau im Gewerbegebiet, in den Breitbandausbau, Grundstücksankäufen, der Aufforstung des Gemeindewaldes sowie in die Sanierung des Schulhofes der Grundschule in Klein Berßen vorgesehen. Eine Kreditaufnahme ist dafür nach Mitteilung der Bürgermeisterin nicht erforderlich. „Obwohl wir ordentlich investieren, ist dies nicht notwendig. Aufgrund der guten wirtschaftlichen Situation haben wir genügend Rücklagen.“ Der diesjährige Haushalt der Hümmlinggemeinde sieht Erträge in Höhe von 531.900 Euro vor. Dem gegenüber stehen Aufwendungen in Höhe von 540.900 Euro.

Lob an die Landjugend

Rückblickend auf das vergangene Jahr erinnerte Borgmann an den Austausch der Stühle und Gardinen im Dorfgemeinschaftshaus sowie die angelaufene Sanierung des Landjugendraumes. „Hier muss ich ein dickes Lob an die Landjugend aussprechen. Man merkt richtig, dass ihr was wollt.“ Investiert wurde zudem in die Heizungsanlage im Tennishaus, in das Sporthaus sowie in die Rutsche auf dem Kinderspielplatz.

„Ganz tolle Dorfmitte“

Als größte Aufgaben für dieses Jahr nannte die Bürgermeisterin unter anderem die Fertigstellung des Umbaus der alten Grundschule. „Die Arbeiten sind schon weit fortgeschritten. Aktuell sind die Maler da und in Abstimmung mit der Kirchengemeinde wird die Außenanlage geplant.“ Borgmann ist sich sicher, dass in diesem Bereich „eine ganz tolle Dorfmitte“ entstehen wird.

Darüber hinaus steht in den nächsten Monaten noch die weitere Ausarbeitung des Emsland Dorfplans an. Seit Anfang des Jahres nimmt Hüven als eine von fünf Kommunen im Emsland an dem Projekt des Bundes teil, bei dem die Hüvener aufgefordert sind, die Zukunft ihres Dorfes kreativ zu gestalten.