„Leben wie jeder andere“ Wohnprojekt des St.-Lukas-Heimes in Sögel eingeweiht

Von Insa Pölking

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isp Sögel. Nach 13 Jahren Planungs- und Bauphase hat der Osnabrücker Weihbischof Johannes Wübbe am Freitag die Räumlichkeiten des Wohnprojektes „Leben wie jeder andere“ des Papenburger St.-Lukas-Heimes in Sögel feierlich eingeweiht. 24 Menschen mit Behinderungen finden in dem neuen Gebäude nun ein Zuhause.

Unter dem Motto „Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben“ wurde die Feier auf dem Gelände des neuen Wohnprojektes mit einem Gottesdienst eröffnet. „Wenn ein Baum blüht, dann ist das ein Zeichen dafür, dass er ein starkes Wurzelwerk hat“, sagte Wübbe. „Ich wünsche den Mitarbeitern und Bewohnern, dass ihr in diesem Haus immer wieder Früchte eurer Arbeit ernten könnt, indem die Bewohner sich hier richtig Zuhause fühlen.“

Das neue Gebäude bietet insgesamt Platz für drei Wohngruppen, in denen jeweils acht Zimmer eingerichtet sind. Neben 22 Langzeitpflegeplätzen wurden zudem zwei Kurzzeitpflegeplätze in das Wohnprojekt integriert. „So haben Angehörige, die ihre Familienmitglieder Zuhause pflegen, die Möglichkeit, sie in guten Händen zu wissen, wenn sie einmal für zwei Wochen in den Urlaub oder auch in die Kur fahren“, erklärte Heinz-Bernhard Mäsker, Geschäftsführer des St.-Lukas-Heimes.

24 Einzelzimmer in drei Wohngruppen

Neben den 24 Einzelzimmern verfügen die drei Wohngruppen über mehrere Bäder, Küchen Büro- und Abstellräume sowie einige Therapiezimmer. Darüber hinaus wurde auch ein energetisches Konzept für die 3000 Quadratmeter große Nutzfläche entwickelt. „Die Beheizung erfolgt über eine zentrale Brennwertanlage und auch eine Brandmeldeanlage haben wir integriert“, berichtete Architektin Christiane Schomaker.

Bereits 2005 hatten die ersten Planungsgespräche für das Projekt begonnen. „Die Wohnsituation damals war nicht einfach“, berichtete Mäsker. „Es war nicht barrierefrei und einfach unzufriedenstellend.“ Deshalb und wegen des steigenden Bedarfs an Pflegeplätzen habe sich die Einrichtung für einen Neubau entschieden. Im Juli 2017 wurde das Gebäude dann fertiggestellt. „Es hat zwar lange gedauert, aber es ist auch eine Weiterentwicklung im Vergleich zu den anderen Häusern geworden“, sagte der Geschäftsführer.

Lob von Busemann

Der Vizepräsident des Niedersächsischen Landtags, Bernd Busemann (CDU), schloss sich der positiven Beurteilung Mäskers an. „Das was hier geschehen ist, ist eine gute Sache“, sagte Busemann. „Ich hätte keinen Spaß an der wunderbaren Entwicklung des Emslandes, wenn der soziale Bereich sich nicht so toll mitentwickeln würde.“

Mäsker bedankte sich abschließend bei allen Beteiligten für die gute Zusammenarbeit. „Und vielen Dank an alle Angehörigen, dass sie so viel Geduld mit uns hatten.“


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