Keine Kreditaufnahme geplant Spahnharrenstätte schnürt „ehrgeiziges Haushaltspaket“

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Investitionen in Höhe von 425.000 Euro sieht der diesjährige Haushalt der Gemeinde Spahnharrenstätte vor. Foto: Christian BellingInvestitionen in Höhe von 425.000 Euro sieht der diesjährige Haushalt der Gemeinde Spahnharrenstätte vor. Foto: Christian Belling

Spahnharrenstätte. Ein nach Worten von Bürgermeister Reinhard Timpker (CDU) „ehrgeiziges Haushaltspaket“ hat der Rat der Gemeinde Spahnharrenstätte in seiner Sitzung am Mittwochabend einstimmig verabschiedet.

„Wir haben einen klaren Plan und einige Ziele“, betonte Timpker. Der Bürgermeister sprach von einem „beachtlichen Finanzrahmen mit Augenmaß“. So habe die Gemeinde einen Puffer eingebaut und plane ohne eine Aufnahme von Krediten. „Ich denke, dass die Politik vor Ort mit dem Haushalt seine Versprechen hält“, so Timpker. Dabei geht es nach seinen Worten auch darum, Anreize zu schaffen, um junge Leute in Spahnharrenstätte zu halten.

Erschließung Baugebiet „Tickelbusch“

Das von Benno Boitmann, Kämmerer der Samtgemeinde Sögel, ausgearbeitete 150-seitige Zahlenwerk wurde den Fraktionen im Rat im Vorfeld detailliert vorgestellt. Wie Boitmann während der Sitzung mitteilte, sehen die Eckpunkte des diesjährigen Haushaltes Investitionen in Höhe von 425.000 Euro vor. Der größte Posten davon ist mit 102.000 Euro für die Erschließung des Baugebietes „Tickelbusch“ vorgesehen. „Die Planungen werden derzeit intensiv vorangetrieben. Die Gutachten liegen bereits vor und wir sind zuversichtlich, dass im Spätsommer die ersten Häuslebauer anfangen können“, teilte Timpker mit.

Küche in Lüns Hus soll saniert werden

Weitere 100.000 Euro sollen in den Ankauf von Grundstücken investiert werden. Jeweils 50.000 Euro sind für den innerörtlichen Straßenausbau und Rekultivierungsmaßnahmen eingeplant. Investitionen im niedrigen fünfstelligen Bereich sind für die Unterschutzstellung des Brinks, die Küchensanierung im Lüns Hus, dem Breitbandausbau sowie der sukzessiven Erneuerung der Straßenbeleuchtung vorgesehen. Auf dem Bauhof ist dem Bürgermeister zufolge zudem ein Schleppertausch angedacht.

Entschuldung in Höhe von 58.000 Euro

Für den Ergebnishaushalt wird laut Boitmann mit einem Überschuss von 110.000 Euro kalkuliert. „Auch in den Folgejahren rechnen wir mit positiven Ergebnissen“, so der Kämmerer. Die eingeplanten Erträge in Höhe von knapp 1,2 Millionen Euro setzen sich nach seinen Worten zum größten Teil aus Einnahmen aus der Einkommenssteuer (410.000 Euro), der Gewerbesteuer (400.000 Euro) und der Grundsteuer (185.000 Euro) zusammen. Positiv auf das Ergebnis wirken sich laut Boitmann auch einkalkulierte außerordentliche Erträge in Höhe von 156.700 Euro aus Grundstücksverkäufen aus. „Insgesamt haben wir ein gutes positives Ergebnis. Es könnten noch 57.000 Euro investiert werden, was aber nicht vorgesehen ist“, teilte der Kämmerer mit. Vielmehr sollen 58.000 Euro für die Entschuldung der Gemeinde aufgebracht werden.

„Geld zusammenhalten“

CDU-Fraktionsvorsitzender Wilfried Meyer lobte den Haushalt. „Trotz zahlreicher Investitionen bleibt ein Überschuss.“ Da nach seinen Worten aber auch in den Folgejahren weitere Investitionen anstehen, „muss das Ziel sein, das Geld zusammenzuhalten“. UWG-Ratsherr Bernd Oldopp teilte mit, dass seine Fraktion dem Zahlenwerk ebenfalls die Zustimmung erteile.


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