Tag der offenen Tür 3500 Besucher bei Schlachthof in Sögel

Von Lambert Brand

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Sögel. Schon am Vormittag strömten zahlreiche Besucher auf das riesige Gelände des Schlachthofes Weidemark in Sögel. Unter dem Motto „Unser Fleisch ist ein Genuss“ wurde den Gästen am Sonntag der Produktionsweg von der Schweineanlieferung bis zum Abtransport der verarbeiteten Kühlware erklärt.

Nach Angaben der Betriebsleitung wurden bis Sonntagabend 3500 Besucher auf dem größten Schlachthof in Niedersachsen gezählt, der zur Tonniesgruppe gehört. In Sögel werden derzeit rund 80000 Schweine pro Woche geschlachtet. Die Kapazitäten sind auf 100000 Schweine ausgelegt.

Bei Weidemark selbst arbeiten rund 1300 Menschen. Der größte Teil sind ausländische Arbeiter. Hinzu kommen, wie berichtet, noch einmal 100 Angestellte bei der Samtgemeinde Sögel selbst. Sie sind zuständig für die Hygiene und als Fleischbeschauer im Schlachthof tätig.

Beim Rundgang durch das riesige, immer wieder erweiterte Gebäude sahen die Besucher aus hygienischen Gründen natürlich kein Fleisch. Neben den Erklärungen der Mitarbeiter in den einzelnen Abteilungen konnten die Gäste anhand von Videoeinspielungen versuchen, sich ein Bild vom Produktionsablauf und den Arbeitsbedingungen machen. Auf dem Rundgang sahen die Besucher den hochmodernen Viehtransporter im Anlieferungsbereich. Sie verfolgten den Produktionsweg von der Betäubung der Tiere über Fleischkontrolle, die Zerlegung und Verarbeitung bis hin zur Kühlung und Vorbereitung für den Versand mit Kühlwagen. Die Besucher waren erstaunt über den hohen Grad der Technisierung in dem „blitzblanken“ und bis ins Letzte durchorganisierten Betrieb.

Einen hohen Stellenwert nahm die Präsentation des Themas „Sögeler Weg“ ein, der sich mit dem Verhaltenskodex und der Zertifizierung von Mitarbeiterwohnungen in der Schlachtbranche befasst. Gefragter Gesprächspartner war Weidemark-Geschäftsführer Joachim Timmermann. Daneben bot sich den Gästen ein buntes unterhaltsames Programm auf dem Firmengelände, bei dem vor allem auch die Kinder auf ihre Kosten kamen. Der Erlös des Tages der offenen Tür kommt der „Aktion Kinderträume“ zugute.


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