15 Monate Bauzeit Neue Sporthalle in Börger offiziell eingeweiht

Von Hermann-Josef Döbber


Börger. Nach einer Bauzeit von 15 Monaten ist am Sonntagnachmittag die neue Sporthalle in Börger eingeweiht worden. Ab sofort steht das gut 1,5 Millionen Euro teure Gebäude für Bewegung, Spiel und Spaß zur Verfügung.

Laut Architekt Stefan Knipper ist im Februar 2017 mit den Bauarbeiten begonnen worden. Mit der Bauzeit habe man im Rahmen gelegen und darüber hinaus kostentechnisch die gesetzten Ziele eingehalten. Stellvertretend spreche er in Vertretung eines ganzes Teams von Fachplanern. „Mit einem gewissen Stolz möchten wir heute das Gebäude an die Gemeinde Börger übergeben – symbolisch mit der Schlüsselübergabe“, so Knipper. Anschließend segneten Pastor Matthias Voß, Andrei Filiptcov (evangelisch lutherische Gemeinde Sögel-Börger) und Pater Vijay (St. Jodocus) die neue Stätte.

Erste Überlegungen im Jahr 2009

Bürgermeister Jürgen Ermes (SPD) freute sich im Rahmen einer Kaffeetafel in der alten Halle über zahlreiche Gäste wie Samtgemeindebürgermeister Günter Wigbers (CDU), den Bürgermeistern der Nachbargemeinden, der heimischen Wirtschaft, der Schulen, Kindertagesstätte und dem Sportverein. Er warf nach der Begrüßung einen Blick in die Jahre 2009/2010. Damals habe es Überlegungen zu einer Hallenrenovierung gegeben. Die Samtgemeinde habe im Rahmen eines Programms der Halle in Groß Berßen den Vorrang gegeben. „Das war letztlich gut für Börger.“ Denn im Gemeinderat habe sich die Idee durchgesetzt, einen Neubau anzustreben. „Viele wurden neben dem Gemeinderat in das Vorhaben involviert – wie die DJK Eintracht, die Grundschule und die Kindertagesstätte.“ Einig sei man darin gewesen, eine Sportstätte auf den Weg zu bringen, die es ermöglicht, Training und Spiele der in der Region üblichen Hallensportarten durchzuführen.

„Jetzt können wir sagen, es wurde ein Gebäude geschaffen, in dem Menschen gemeinsam unterschiedliche Sportarten betreiben können“, so Ermes „ Mit dem heutigen Tag hat der Sport in Börger ein neues Fundament bekommen.“ Die knapp 1000 Quadratmeter große Halle entspreche ganz unterschiedlichen Nutzern. Sein Dank galt allen Beteiligten sowie der Samtgemeinde, die zu der Maßnahme einen Zuschuss von 425000 Euro gewährt habe.

Gemeinde Börger hat „einen Lauf“

Samtgemeindebürgermeister Günter Wigbers sprach von einem großen Tag für Börger. Insgesamt habe die Gemeinde derzeit „einen guten Lauf.“ Die Samtgemeinde habe versucht, zum Vorhaben in Börger einen Beitrag zu leisten. Der für die Halle gewährte Zuschuss ist laut Wigbers der bislang höchste Zuschuss für einen Sporthallenbau in der Samtgemeinde. Die restlichen 1,1 Millionen Euro musste die Gemeinde aufbringen. Ratsmitglied und Vorsitzender des Bauausschusses, Ansgar Kossen (CDU), sprach von einer mutigen Entscheidung in die Zukunft. „Jetzt ist Börger in der sportlichen Ausstattung erstklassig.“

Nutzer danken der Gemeinde

Jan Heinemann, Vorsitzender der DJK Eintracht Börger, gratulierte und dankte „stellvertretend für rund 1000 Mitglieder“. Was die rund 2800 Einwohner zählende Gemeinde für den örtlichen Sport mache, suche seinesgleichen. Sogar die Vereinsfarben blau und weiß seien in der Sportstätte zu finden, „obwohl dieser Wunsch seitens des Vereins nie geäußert worden“ sei. Auch die Leiterinnen der Kindertagesstätte, Margret Pohlgeers, der Freien Realschule Hümmling, Barbara Harden, und der Leiter der Grundschule, Christian Schröer, dankten allen Entscheidungsträgern für die neue Halle.

Karateabteilung präsentiert sich

Einer rund 20-köpfigen Kindergruppe aus der Karateabteilung der DJK Eintracht machte es zum Abschluss sichtlich Spaß, sich vor einem großen Publikum zu präsentieren. Die neue Halle ist an der Westseite der alten Halle errichtet worden und ist doppelt so groß. Verbunden werden beiden Hallen durch einen Geräteraum. Zuvor muss noch die alte Halle saniert werden, was bis zum Sommer abgeschlossen sein soll.

Ganz reibungslos verlief die Planung der Halle jedoch nicht. Die Ratsmitglieder hatten sich nur schwer einigen können, was den Neu- oder Anbau einer Sporthalle anging. Anfangs wurde ein Anbau am Giebel der Halle gefordert. Letztlich einigte man sich aber doch darauf, dass die neue Halle neben der alten errichtet werden soll.