Ausschuss für Pläne „Komplett marode“: Sporthalle in Sögel soll neu gebaut werden

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Die Großraumturnhalle in Sögel wird abgerissen und eine neue errichtet. Foto: Archiv/SG SögelDie Großraumturnhalle in Sögel wird abgerissen und eine neue errichtet. Foto: Archiv/SG Sögel

Sögel. Die Auswertung zweier Gutachten zum Zustand der Sögeler Sporthalle hat ergeben, dass eine Sanierung des Gebäudes nicht zu empfehlen ist. Das wurde auf der Sitzung des Schulausschusses der Samtgemeinde deutlich.

Wie Samtgemeindebürgermeister Günter Wigbers sagte, ist die Halle „komplett marode“. Vom Dach über das Mauerwerk bis zu den Leitungen in den Sanitäranlagen müsse alles erneuert werden. Aus diesem Grund kämen beide Gutachten zu dem Schluss, „dass von einer Sanierung der Halle dringend abgeraten wird“, so Wigbers. Dies betreffe nicht nur den statisch-baulichen Zustand, sondern auch energetische und brandschutztechnische Defizite.

Halle ist knapp 40 Jahre alt

Auf dem Dach der knapp 40 Jahre alten Halle, die seit Ende März gesperrt ist, stehe Wasser, und man wisse nicht, wie weit dieses Wasser schon in die Dachkonstruktion eingedrungen sei, so der Verwaltungschef. Die Verwaltung warte nun auf „grünes Licht“ für einen Neubau. „Lasst uns bitte aufhören, weiter über Sanierung zu sprechen“, so Wigbers. Auch Sögels Erster Samtgemeinderat Hans Nowak betonte, dass man nach der von einer Sanierung der Halle nichts halte.

Schon vor einem Jahr von Schäden gewusst

Anno Immenga (SPD) sagte, dass bereits vor einem Jahr gefordert worden sei, Zahlen aus anderen Kommunen, die eine solche Halle besitzen und saniert haben, einzuholen. Bislang sei dies nicht passiert und man werde „vor vollendete Tatsachen gestellt“. Wigbers erwiderte, dass die Verwaltung schon vor einem Jahr gewusst habe, dass die Sanierung der Halle aufgrund des schlechten Zustands nicht in Frage komme. Seither habe man sich im Haus bereits mit der Vorplanung zu einer neuen Halle beschäftigt.

Kosten von 4,6 Millionen Euro

Die neue Halle könne, so Wigbers, wieder drei Felder erhalten. Hinzu kämen drei Geräteräume, ein Mehrzweckraum, sechs Umkleiden sowie mehrere Lagerräume. Eine Tribüne mit Platz für 199 Personen sei ebenfalls vorgesehen. Im Eingangsbereich könne eine Kletterwand installiert werden. Das Dach soll eine Neigung von fünf Prozent erhalten. Die Kosten liegen bei etwa 4,6 Millionen Euro. Die Hälfte davon könnte der Landkreis übernehmen. „Das haben wir so vorbesprochen“, so Wigbers. Weitere Mittel aus der Kreisschulbaukasse könnten zudem eingeworben werden.

Ratsherr Klaus Fleer (SPD) riet zu einer weiteren Prüfung des Mauerwerks. So könnte möglicherweise ein Teil der Tribüne und der Sanitäranlagen kernsaniert und erhalten bleiben. Gerd Rode (UWG) erinnerte an eine Sanierung der Halle aus dem Jahr 1986, die seiner Meinung nach nicht fachgerecht ausgeführt worden sei. Man könne prüfen, ob es noch Regressansprüche aus dieser Leistung gibt.

Probleme durch fehlende Halle

Probleme wird es in Zukunft beim Sportunterricht für die Schulen geben. Das teilte Arnold Welling, Fachbereichsleiter Schulen und Bürgerservice, auf Nachfrage der Elternvertreterin Ursula Möhlenkamp mit. Derzeit werde auf die Sporthallen in Werpeloh und Spahnharrenstätte sowie die Tennishalle ausgewichen. Nach den Sommerferien, wenn zudem ein starker, siebenzügiger zwölfter Jahrgang am Gymnasium in das Schuljahr starte, werde die Platznot noch größer. „Alle Hallen sind zu 100 Prozent ausgelastet“, so Welling.

So könnte die neue Großraumturnhalle in Sögel aussehen. Quelle: Samtgemeinde Sögel / Grafik: NOZ/Heiner Wittwer

Bei zwei Enthaltungen sprach sich der Ausschuss einstimmig für einen Neubau der Sporthalle aus. Die Entscheidung trifft der Samtgemeinderat am 7. Mai.


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