Verkehrskommission zuständig SoVD Ortsverband Sögel will sich für gefahrlose Übergänge einsetzen

Von Gisela Arling

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Zum SoVD gehören Gerd Gerdes (von links), Monika Schlobinski, Klaus Albers, Jürgen Anders, Marita Anders, Thea Albers, Annemarie Hunfeld und Klaus Hüntelmann. Foto: Gisela ArlingZum SoVD gehören Gerd Gerdes (von links), Monika Schlobinski, Klaus Albers, Jürgen Anders, Marita Anders, Thea Albers, Annemarie Hunfeld und Klaus Hüntelmann. Foto: Gisela Arling

gar Sögel. In der Mitgliederversammlung des Ortsverbandes Sögel des Sozialverbands Deutschland (SoVD) hat der wiedergewählte Vorsitzende Gerd Gerdes angeregt, Fußgängerquerungen an Straßen prüfen lassen zu wollen. Bürgermeisterin Irmgard Welling (CDU) verwies indes an die Verkehrskommission. Weitere Themen waren Neuwahlen und Ehrungen.

„Wir sollen und wir müssen uns satzungsgemäß um die Belange der behinderten, älteren und schwächeren Menschen kümmern“, betonte Gerdes im Hinblick auf die Anliegen und Arbeit des Ortsvorstandes für 2018. Deshalb werde er sich mit einem Brief an die Gemeinde wenden und um Überprüfung der Verkehrssituationen beim Ärztehaus „Haus am Amtsbrunnen“ sowie beim Übergang von der OLB zum Parkplatz bei Aldi beziehungsweise Rossmann bitten. Dort müssten dringend gefahrlose Übergänge für ältere und Menschen im Rollstuhl geschaffen werden, so Gerdes. Welling gab daraufhin zu verstehen, dass die Verkehrskommission vor Ort gewesen sei und der Gemeinde von der Anlegung von Zebrastreifen abgeraten habe. „Dort passieren die meisten Unfälle, weil zum Beispiel Radfahrer nicht absteigen“, sagte Welling und machte deutlich, dass die Gemeinde in Zusammenarbeit mit der Verkehrskommission nach einer bestmöglichen Lösung für die Bürger suchen werde.

Während der Versammlung sprach Gerdes seinen Unmut über eine für den Ortsverband Sögel vom Finanzamt angeforderte Steuererklärung für die Jahre 2015 bis 2017 aus. „Dabei erheben wir selber keine Beiträge. Diese werden vom Landesverband eingezogen und nach einem gewissen Schlüssel an die Kreis- und Ortsverbände verteilt. Für uns bedeutet das einen enormen zusätzlichen Arbeitsaufwand und passt nicht in eine Zeit, wo es heißt: Wir müssen das Ehrenamt stärken“.

Verband ist ausgezeichnet worden

Gastrednerin Annemarie Hunfeld bedankte sich im Namen des Kreisvorstandes beim neu aufgestellten Vorstand für die Bereitschaft, ehrenamtlich Verantwortung zu übernehmen. Neben dem Einsatz für soziale Gerechtigkeit zeichne der Sozialverband auch der Gedanke der Solidarität aus, so Hunfeld weiter. Sie appellierte hinsichtlich der bestehenden Altersarmut und des beginnenden Pflegenotstandes in Deutschland an den Sozialverband: „Wir sind aufgerufen zu helfen. Es kann nicht sein, dass Millionen alte Menschen nicht wissen, wie sie bis zum Monatsende über die Runden kommen. Wir brauchen zudem mehr Personal, Geld und qualifizierte Ausbildungen, um die Versorgung pflegebedürftiger Menschen sicherzustellen.“ Der Sozialverband werde auch in Fragen der Inklusion und Barrierefreiheit am Ball bleiben und, wenn nötig, der Politik weiter Druck machen. Zum Schluss verkündete sie noch eine Nachricht: „Der Sozialverband Niedersachsen wurde am 12. März von der Deutschen Gesellschaft für Verbandsmanagement (DGVM) für „exzellente Interessenvertretung und Kommunikation“ als Verband des Jahres 2018 ausgezeichnet“.

Rückblick auf 2018 und Wahlen

In seinem Jahresrückblick erinnerte Gerdes unter anderem an die Teilnahme des Sögeler Ortsverbandes an verschiedenen Veranstaltungen der Gemeinde, darunter das Ehrenamtsfest, die Stolpersteinverlegung oder den Neujahrsempfang. Ebenfalls seien Vorstandsmitglieder bei der 100-Jahr-Feier des SoVD in Lingen gewesen. Beim Neujahrsempfang des Ortsverbandes Sögel seien die Mitglieder zum Thema Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung informiert worden. Als schöne Erlebnisse hob Gerdes den Grillabend mit 100 Teilnehmern und die Tagesfahrt nach Bremen hervor.

Beim Tagesordnungspunkt Wahlen wurde Gerdes einstimmig zum 1. Vorsitzenden wiedergewählt. Unter der Wahlleitung von Hunfeld gab es ebenfalls ein einstimmiges Votum für Anni Eilers als stellvertretende Vorsitzende und Heidi Lager als neue Schriftführerin. Schatzmeisterin bleibt Monika Schlobinski. Das Amt der Frauensprecherin übernimmt weiterhin Thea Albers. Als Beisitzer fungieren Hans Kleymann, Josef Hüntelmann und Franz Wichmann. Mit einem Dankeschön und Präsent wurden Heinz Pranger, der sein Amt als Schriftführer nach zehn Jahren zur Verfügung stellte, und Hans-Joachim Großmann, der 17 Jahre im Beirat war, von Gerdes verabschiedet. Bis ins kleinste Detail ging Schatzmeisterin Monika Schlobinski bei der Vorstellung ihres Kassenberichts. Marianne Schote, Elisabeth Büter, Doris Schröder und Regina Gorniak wurden in ihren Ämtern als Revisorinnen bestätigt.

Mitglieder geehrt

Ehrungen für 25-jährige Mitgliedschaft im SoVD Ortsverband Sögel gab es für Klaus Albers und Gerd Pohlmann. Für zehn Jahre Treue zum Ortsverband wurden Marita und Jürgen Anders geehrt. Ebenfalls zehn Jahre gehören dem Ortsverband Sögel an: Wilma Pohlmann, Ellen Weidner, Rita Welling, Dieter Knoll und Martin Kosse, die ebenfalls aus Krankheitsgründen nicht anwesend waren. Für fünf Jahre ehrenamtliche Vorstandsarbeit bekamen Thea Albers, Hans Kleymann und Monika Schlobinski eine Ehrung mit einem Dankeschön.

Bürgermeisterin Irmgard Welling bedankte sich beim Ortsverband Sögel für den Einsatz für Sozialberatung und gesellige Veranstaltungen einschließlich schöner Fahrten. Nach dem hundertjährigen Bestehen im vergangenen Jahr habe der Sozialverband Deutschland 2018 den Vorsitz im Deutschen Behindertenrat übernommen. „Ein wichtiges Zeichen und Signal, sich für Menschen mit Behinderung einzusetzen“, so Welling. Zudem setze sich der Sozialverband Deutschland in besonderem Maße für Menschen mit Demenz ein. „Ich freue mich, dass nun auch in Sögel die neu errichtete Seniorenwohnanlage an der Mühlenstraße Demenzkranke aufnehmen kann“. Zudem machte sie auf die vom Landkreis Emsland aufgerufene Veranstaltungsreihe „Generationen im Dialog“ aufmerksam und lud diesbezüglich zum Seniorenkino in das Sögeler Heimathaus ein.


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