Reihe „Gesamtkunstwerk“ Ausstellung mit Werken von Wenzel Hablik in Sögel

Von Insa Pölking

Die Ausstellung zum Thema „Wenzel Hablik und die Idee vom Gesamtkunstwerk“ eröffneten (von links) Oliver Fok, Katrin Maibaum und das Vorstandsmitglied der Emsländischen Landschaft, Hans Flüteotte. Foto: Insa PölkingDie Ausstellung zum Thema „Wenzel Hablik und die Idee vom Gesamtkunstwerk“ eröffneten (von links) Oliver Fok, Katrin Maibaum und das Vorstandsmitglied der Emsländischen Landschaft, Hans Flüteotte. Foto: Insa Pölking

isp Sögel. Unter dem Motto „Wenzel Hablik und die Idee vom Gesamtkunstwerk“ zeigt das Emslandmuseum Schloss Clemenswerth in Sögel ab sofort rund 80 Werke des Künstlers Wenzel Hablik. Die Ausstellung kann bis zum 17. Juni besucht werden.

„Dieses Thema liegt uns besonders am Herzen“, sagte Museumsdirektor Oliver Fok bei der Ausstellungseröffnung. „Ist doch Clemenswerth als barocke Schlossanlage ein Paradebeispiel eines Gesamtkunstwerkes, in dem die verschiedenen Künste wie Architektur, Bildhauerei, Malerei, Kunstgewerbe und Gartenkunst zusammengeführt zu einem großen Kunstwerk werden“, erklärte Fok.

Kunsthandwerker, Innenarchitekt und Visionär

Hablik gestaltete sein Gesamtkunstwerk nach Worten des Museumsdirektors in Form von Raumentwürfen und historischen Fotografien, in entworfenen Möbeln und Textilien sowie in Gemälden und visionären Zeichnungen. „Der Künstler beschränkte sich nicht auf ein Metier“, so Katrin Maibaum, Leiterin des Wenzel-Hablik-Museums in Itzehoe. „Er war ein Kunsthandwerker, ein Innenarchitekt und ein Visionär und er leistete einen grundlegenden Beitrag zur Moderne.“

Inspirierende Natur

Auch die Natur spiele bei Hablik eine inspirierende Rolle. Der Künstler verehrte nach Worten des Museumsdirektors die Natur als höchste Kraft. „Die Natur Stand dem hektischen Getriebe der Großstädte, dem Lärm und der Luftverschmutzung entgegen“, erklärte Fok. „Die Sehnsucht nach der ursprünglichen Natur war entsprechend groß.“ Demgegenüber stand die Faszination von der Industrialisierung und der Technisierung. „Wenzel Hablik gestaltet Zukunftsvisionen in seinen architektonischen und technischen Entwürfen“, sagte der Museumsdirektor. So zeichnete der Künstler unter anderem einen Entwurf eines Zeppelins um 1906, Entwürfe vom Bau einer Luftkolonie um 1908 und eine Flugmaschine mit mehreren Etagen um 1914.

Mit Liedern der 20er-Jahre schlugen Sängerin Katja Kupke und Pianist Wolfgang Hockmann einen musikalischen Bogen. Abschließend sprach Fok einen besonderen Dank an Katrin Maibaum aus, für die Ausleihe der Ausstellungsobjekte aus dem Itzehoer Wenzel-Hablik-Museum.