Für Menschen mit und ohne Demenz Seniorenwohnanlage in Sögel nimmt Betrieb auf

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Sögel. Mit der offiziellen Einweihung ist nach Abschluss der Bauarbeiten der Betrieb an der Seniorenwohnanlage an der Mühlenstraße in Sögel aufgenommen worden.

Betrieben wird die Anlage durch den emsländischen Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). Das Konzept für die Anlage mit dem offiziellen Namen „Seniorenwohnpark Sögel“ sieht vier ambulant betreute Wohngemeinschaften für Menschen mit und ohne Demenz vor. Zudem ist in dem zweigeschossigen Gebäude plus Staffelgeschoss eine Wohngemeinschaft für Intensiv- und Beatmungspatienten vorgesehen. Das Investitionsvolumen umfasste knapp fünf Millionen Euro, die Grundsteinlegung erfolgte im März letzten Jahres.

Zimmer werden jetzt bezogen

Wie das DRK mitteilt, folgte bei der jetzt vorgenommenen Einweihung nach einer Vorstellung des Konzeptes der ambulant betreuten Wohngemeinschaften durch DRK-Fachbereichsleiter Franz Stüwe die Segnung des Gebäudes, die Pfarrer Bernhard Horstmann und Pastor Matthias Voss vornahmen. Im Anschluss übergab Architekt Hans-Hermann Wagner den symbolischen Schlüssel an Investor Helmut Holthaus. Der wiederum gab den Schlüssel an die zukünftige Hausleitung weiter. Die ersten Zimmer in den ambulant betreuten Wohngruppen sollen laut DRK jetzt direkt nach Ostern bezogen werden.

„Alles richtiggemacht“

„Alles richtiggemacht“, lobte Sigrid Kraujuttis, Dezernentin des Landkreises Emsland, das Bauprojekt in Sögel: „Wir haben bald 18.000 Pflegebedürftige im Emsland. Es kann nur die richtige Entscheidung sein, vor Ort Angebote für eine gute Versorgung zu schaffen“, so Kraujuttis.

Dieter Sturm, ehrenamtlicher DRK-Präsident im Emsland, lud Interessierte ein, auch nach dem Bezug der ambulanten Wohngemeinschaften wieder vorbeizukommen: „Ein wichtiges Merkmal, an dem man die Qualität einer Pflegeeinrichtung erkennt, ist der Geruch. Kommen Sie vorbei und riechen Sie.“

Widerstände zu Beginn

Der Bau, der auf einer bisherigen Grünfläche hinter dem Hümmling-Hospital realisiert wurde, war bei Anwohnern der Straße „Mühlenesch“ zunächst nicht gut angekommen. Sie kritisierten unter anderem die „erdrückende“ Form und Größe des Gebäudes und sprachen von einem drohenden Verlust ihrer Lebensqualität.


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