Standsicherheit gefährdet Großraumsporthalle in Sögel ab sofort gesperrt

Bis auf weiteres gesperrt: die Großraumturnhalle am Schulzentrum in Sögel. Foto: SG Sögel/Ingrid CloppenburgBis auf weiteres gesperrt: die Großraumturnhalle am Schulzentrum in Sögel. Foto: SG Sögel/Ingrid Cloppenburg

pm/bell Sögel. Die Großraumsporthalle am Schulzentrum in Sögel ist aus Sicherheitsgründen ab sofort bis auf Weiteres gesperrt. Nach Angaben der SG-Verwaltung können Statiker der Samtgemeinde Sögel nach entsprechenden Untersuchungen eine Standsicherheit nicht mehr bescheinigen.

Aufgefallen waren die Schäden im Zuge von Untersuchungen externer Statikbüros, die klären sollten, ob die SG statt eines Neubaus auch eine Sanierung der Großraumsporthalle in Betracht ziehen kann. Tragwerksplaner aus Meppen und hinzugezogene Prüfstatiker aus Oldenburg haben der Verwaltung zufolge übereinstimmend die Tragsicherheit der Holzbinderkonstruktion und ihrer Auflagepunkte angezweifelt. Sicherheit könne es nur geben, wenn alle Binder zur exakten Beurteilung freigelegt würden, heißt es in der Mitteilung weiter. Dies wiederum erfordere die Demontage der Hallendecke. Entsprechende Arbeiten würden laut SG mindestens einen Monat in Anspruch nehmen. Fest stehe mittlerweile, dass die Dachhaut und ein Großteil der Dachbinder erneuert werden müssen. Damit sei auch der ohnehin sanierungsbedürftige Sportboden nicht mehr nutzbar.

„Untersuchungsergebnisse erwischen uns eiskalt“

Wie die Verwaltung weiter mitteilt, kommen am 5. April die Mitglieder des Samtgemeinderates im Rahmen einer interfraktionellen Sitzung zusammen, um mit Fachingenieuren das weitere Vorgehen zu besprechen. SG-Bürgermeister Günter Wigbers (CDU) wird in der Mitteilung wie folgt zitiert: „Die Untersuchungsergebnisse erwischen uns eiskalt, und ich glaube nicht daran, dass wir jemanden finden, der im vorhandenen Zustand die Standsicherheit auf Dauer gewährleistet.“

„Eine schnelle Lösung sehe ich offen gestanden nicht“

Obwohl die in der Hallendecke montierten statischen Messpunkte aktuell keine Veränderungen aufweisen würden, bereite insbesondere das in unbekannter Menge im Deckenzwischenraum befindliche Regenwasser Sorgen. „Die Sicherheit für die Sporthallennutzer steht an erster Stelle. Eine schnelle Lösung sehe ich offen gestanden nicht. Das ist vor dem Hintergrund der intensiven Nutzung durch die Oberschule, des Hümmling-Gymnasiums und der Sportschule Emsland besonders bitter“, so Wigbers weiter. Die Schulen seien über die aktuelle Situation informiert worden. Aufgrund der intensiven Nutzung des Kunstrasenplatzes müssten auch hier für die Umkleide- und Sanitäreinheiten Zwischenlösungen gefunden werden.

Neubau oder Sanierung?

Auf politischer Ebene wird bereits seit Monaten über die Zukunft der Großraumturnhalle diskutiert. Wie Wigbers bereits Anfang letzten Jahres mitteilte, stelle ein Neubau nach Einschätzung von Fachleuten die wirtschaftlichere Lösung als eine Sanierung dar. Dem SG-Bürgermeister zufolge weise ist die über 40 Jahre alte Halle einen hohen Sanierungsbedarf auf. So sei unter anderem das Dach undicht, was immer wieder dazu führe, dass Wasser in die Halle eindringt. Auch gebe es Mängel am Boden sowie im sanitären und elektronischen Bereich.

Beratungen Anfang Februar vertagt

Als Investitionsvolumen gab der SG-Bürgermeister seinerseits eine Summe oberhalb von vier Millionen Euro an. Weil die statische Berechnung für die Halle während der letzten Sitzung des SG-Schulausschusses Anfang Februar noch nicht vorlag, wurden die Beratungen über die Sanierung oder einen Neubau vertagt.