Benefizessen in Sögel „Förderkreis Tilapia Emsland“ feiert 20-jähriges Bestehen

Von Nils Kögler

Seit 20 Jahren für die Fischzucht in Entwicklungsländern im Einsatz: der Vorstand des Förderkreis Tilapia Emsland mit Gästen vom Tilapia Verein Niederrhein. Das Foto zeigt (von links) Wilhelm Schulte, Werner Schüler, Johann Sprunck, Doris Meinertzhagen, Willy Wigbers, Mary Kocks Lux, Maria Grote, Johanna Eckert, Frank Eckert und Walter Schober. Foto: Nils KöglerSeit 20 Jahren für die Fischzucht in Entwicklungsländern im Einsatz: der Vorstand des Förderkreis Tilapia Emsland mit Gästen vom Tilapia Verein Niederrhein. Das Foto zeigt (von links) Wilhelm Schulte, Werner Schüler, Johann Sprunck, Doris Meinertzhagen, Willy Wigbers, Mary Kocks Lux, Maria Grote, Johanna Eckert, Frank Eckert und Walter Schober. Foto: Nils Kögler

koeg Sögel. Sein 20-jähriges Bestehen hat der „Förderkreis Tilapia Emsland“ mit einem Benefizessen im Hotel Jägerhof in Sögel gefeiert. Außer dem Essen stand ein Vortrag über eine Ugandareise im Mittelpunkt der Veranstaltung.

Gegründet wurde der Förderkreis im Mai 1998 von Pater Jan Heine aus den Niederlanden. Ihm sei das Engagement der jetzigen Mitglieder zu verdanken, erklärte der emsländische Förderkreisvorsitzende Wilhelm Schulte. „Er hat uns mit seinem Engagement alle mitgenommen“, fand Schulte lobende Worte über den im Jahr 2000 verstorbenen Gründer.

Tilapia leicht zu züchten

Der Name des Förderkreises leitet sich vom Tilapia-Fisch ab, der sich laut Schulte aufgrund seiner Anspruchslosigkeit leicht züchten lasse und deshalb gerade von Bewohnern subtropischer Klimazonen als Nahrungsmittel genutzt werde. Wie der Vorsitzende weiter ausführte, spielt der Fisch eine bedeutsame Rolle dabei, die einseitige Ernährung und die daraus entstehenden körperlichen und geistigen Fehlentwicklungen gerade bei Kindern zu bekämpfen.

50 Kilogramm Fisch alle sechs Monate

Zweck des Vereins ist die Verbesserung der Lebensqualität von Kindern in Entwicklungsländern, besonders durch die Förderung der Fischzucht, durch Betreuung und finanzielle Unterstützung beim Anlegen von Fischteichen. Das Hauptaugenmerk des Förderkreises Tilapia Emsland liegt nach eigenen Angaben auf der Fischzucht im Ost-Kongo und Süd-Indien. Ungefähr 50 Kilogramm Fisch könne man dort pro Becken alle sechs Monate ernten. Dies ermögliche den Familien ein gesichertes Einkommen. So könne der Fisch nicht nur gegessen, sondern auch verkauft und von dem Erlös für den täglichen Bedarf eingekauft werden.

„Wenn es nicht umzäunt ist, ist es für alle“

Mary Kocks Lux, Nichte des Gründers Pater Heine und Mitglied im Tilapia Verein Niederrhein, berichtete während des Benefizessens in Sögel über ihre Reise nach Uganda, wo zahlreiche Fischprojekte auf den Weg gebracht worden seien. Die Arbeit sei nicht immer einfach, so Kocks Lux. Aufgrund der hohen Armut komme es häufig zu Diebstahl und man müsse die Teichanlagen umzäunen. „Wenn es nicht umzäunt ist, ist es für alle“, teilte Kocks Lux mit.

Hilfe auch beim Häuserbau

Dennoch seien die Menschen vor Ort sehr engagiert und dankbar für die Hilfe, die der Verein ihnen zukommen lasse. „Das zu sehen, tut sehr gut.“ Doch nicht nur Fischprojekte habe man auf den Weg bringen können, erklärte Kocks Lux. Man helfe den Menschen zudem beim Häuserbau und zeige ihnen, wie man am Ufer der Teiche Gemüse anbauen kann.

Förderkreisvorsitzender Schulte bedankte sich bei den zahlreichen Engagierten. Er hob zudem die Familie Lücken hervor, die als Besitzer des gastgebenden Jägerhofes, das Essen zum Selbstkostenpreis ausrichte.