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21.03.2018, 18:44 Uhr KOMMENTAR

Zur Palliativarbeit in Sögel: Skepsis überwinden

Kommentar von Christian Belling

Als Netzwerker verstehen sich die ambulanten Palliativbegleiter am Hümmling-Hospital in Sögel für schwerkranke Kinder und Jugendliche sowie deren Familien. Foto: Christian BellingAls Netzwerker verstehen sich die ambulanten Palliativbegleiter am Hümmling-Hospital in Sögel für schwerkranke Kinder und Jugendliche sowie deren Familien. Foto: Christian Belling

Sögel. Häufig schlägt den Palliativkräften vom Stützpunkt am Hümmling-Hospital in Sögel anfänglich Skepsis und Zurückhaltung entgegen. Ein Kommentar.

Zu wissen, dass das eigene Kind nicht mehr lange zu leben hat, reißt Eltern den Boden unter den Füßen weg. Auch Geschwister, Großeltern, Neffen oder Tanten leiden gleichermaßen mit.

Doch direkt nach der niederschmetternden Diagnose des Arztes, gilt es sowohl für das erkrankte Kind, als auch für die Familie mit der Situation umzugehen. Das ist eine extreme Belastung für alle Seiten, die auf das berufliche und soziale Leben auswirkt.

Hier setzt die ambulante Versorgung von Kindern und Jugendlichen sowie deren Familien der Palliativbegleiter aus Sögel an. Mit ihren Kooperationspartnern im Hintergrund kümmern sie sich um Fragen, mit denen die Betroffenen oft überfordert sind und stellen entsprechende Verbindungen zu anderen Stellen her.

Am besten können sich die Fachkräfte vom Stützpunkt am Hümmling-Hospital mit ihrem Netzwerk einbringen, wenn sie schon kurz nach der niederschmetternden Diagnose kontaktiert werden.

Dass es bei den betroffenen Familien aber eine anfängliche Skepsis gibt, ist verständlich. Sich in einer solchen Extremsituation eine fremde Person ins Haus zu holen, kostet Überwindung. Mit vertrauensvollen Gesprächen legt sich die Zurückhaltung aber schnell. Dann zu wissen, dass professionelle Hilfe im Hintergrund da ist, die bei Bedarf abgerufen werden kann, gibt enorm viel Halt.


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