Hochwasser als Szenario Feuerwehrführungskräfte meistern in Sögel Stabsübung

Von Lambert Brand

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Wertvolle Dienste leistete bei der Stabsübung die Technische Einsatzleitung (TEL). Sie unterstützte den Stab und sorgte für die reibungslose interne und externe Kommunikation. Foto: BrandWertvolle Dienste leistete bei der Stabsübung die Technische Einsatzleitung (TEL). Sie unterstützte den Stab und sorgte für die reibungslose interne und externe Kommunikation. Foto: Brand

Sögel. Die Leiter der Ortsfeuerwehren im nördlichen Emsland haben zusammen mit der Technische Einsatzleitung (TEL) Emsland Nord in Sögel eine Stabsübung abgehalten.

Im vergangenen Jahr Stand für die Stadt- und Gemeindebrandmeister die Deichverteidigung nach einem Hochwasseralarm im Mittelpunkt der Übung. Dieses Mal war die Ausgangslage dieselbe, jedoch sollten nun die Leiter der Ortsfeuerwehren nun eine eigene Einsatzstrategie erarbeiten.

Deich droht überspült zu werden

Das Übungsszenario erläuterten die Mitglieder des Organisationsteams, Hermann Hackmann, Torsten Stindt, Hennig Mammes (Feuerwehr) und Eric Büter (THW). Es sah vor, dass infolge Starkregens und gleichzeitigem Sturm mit ungünstigen Windverhältnissen für die Ems ein gefährliches Hochwasser mit vier Metern über Normalnull erwartet wurde. Im Bereich der Meyer Werft in Papenburg drohte der Deich überspült zu werden. Daraus resultierte eine große Gefahr für die Werft und die Bereiche Untenende und Völlen.

Der zeitliche Druck durch die schnell herannahende Hochwasserwelle, viele Unwägbarkeiten und der zunächst nicht genaue Überblick über die Lage vor Ort sowie immer wieder eingespielte Übungseinlagen erforderten von dem Stab immer wieder schnell und angemessen auf veränderte Lagen zu reagieren.

Zusammenspiel und Kommunikation mit der TEL

Ein wichtiges Übungsziel neben der Beherrschung der Lage war das Zusammenspiel und die Kommunikation mit der TEL. Wie bei Theorieübungen üblich, spielte sich das nach einer „Gewöhnungsphase“ schnell ein, so dass der Maßnahmenplan zügig entwickelt werden konnte. Im Vergleich zu der Vorjahresübung wurden die einzelnen Maßnahmen teilweise anders geplant, sie führten aber letztlich zum selben Ergebnis.

Für die Übungsbeobachter war es unterdessen interessant zu erfahren, wie viele gute Vorschläge aus den Reihen der Teilnehmer kamen und sehr gut verwertet werden konnten. Es wurde wieder deutlich, dass bei einer derartigen Katastrophensituation zahlreiche Behörden, Unternehmen und Hilfsorganisationen eingebunden sein müssen und dass damit längere Vorlaufzeiten verbunden sind.

Das gesteckte Ziel erreicht

Letztlich gelang es mit vereinten Kräften, die gefährdeten Betriebe und Wohngebiete sicherheitshalber zu evakuieren, genügend Sandsäcke für die Deichsicherung zu beschaffen und zu befüllen. Das Heranführen einer großen Zahl von Hilfskräften aber auch deren Versorgung war ebenfalls eine große Herausforderung. Abschnittsleiter Gerd Köbbe sowie sein Vertreter Hans Bernd Ahlers, der mit Andreas Brak den Stab geleitet hatte, zeigten sich sehr zufrieden mit dem Ergebnis. „Wir haben das gesetzte Ziel erreicht, aber auch viel gelernt für eventuelle Ernstfälle“, war das einhellige Resümee.


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