„Schon recht kurios“ Debatte um Bernhardschule: SPD Sögel hinterfragt Demokratieverständnis

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Die Bernhardschule in Sögel soll nach einem mehrheitlichen Beschluss des Gemeinderates an gleicher Stelle neu gebaut werden. Foto: Christian Belling/ArchivDie Bernhardschule in Sögel soll nach einem mehrheitlichen Beschluss des Gemeinderates an gleicher Stelle neu gebaut werden. Foto: Christian Belling/Archiv

Sögel. In der Debatte um den Standort für den anvisierten Neubau der Bernhardschule in Sögel, hinterfragt die SPD-Fraktion das Demokratieverständnis von Teilen des Gemeinderates.

„Das Demokratieverständnis, insbesondere des Fraktionsvorsitzenden Jelges und des Gemeindedirektors Wigbers, ist schon recht kurios“, merkt die SPD in einer Pressemitteilung an. Stimme man zusammen mit der CDU/FDP-Gruppe dem von der Verwaltung ausgearbeiteten Beschlussvorschlag zu, so werde man gelobt für die gute Zusammenarbeit. „Im Nachgang erhält man allerdings noch eine öffentliche Rüge, weil man eventuell Punkte angesprochen hat, die der Verwaltung nicht passen“, so die Sozialdemokraten.

„Umfrage scheint unbequem zu sein“

Damit reagiert die SPD auf die vom CDU-Fraktionsvorsitzenden auf der letzten Ratssitzung geäußerten Kritik für eine im Internet durchgeführte Umfrage, die das Stimmungsbild der Sögeler hinsichtlich des Standortes für einen Neubau der Bernhardschule abfragte. Jelges monierte, dass dabei Flächen genannt wurden, auf denen eine Realisierung gar nicht möglich sei. „Diese Umfrage scheint für die Verwaltung und die CDU/FDP-Gruppe unbequem zu sein. Man könnte ja zu Ergebnissen kommen, die für politischen Gegenwind sorgen“, merken die Sozialdemokraten in der Mitteilung weiter an.

Machbarkeitsstudie auf mehrere Standorte

Die SPD-Fraktion sprach sich während der Sitzung für die Gründung eines Arbeitskreises, der mögliche alternative Standorte für den Neubau prüfen soll. Bis bisherige Suche nach Alternativen zum bisherigen Standort in der Ortsmitte war für die Fraktion nicht ausreichend. Mehrheitlich lehnte der Rat den Antrag der SPD ab und sprach im für einen Neubau an gleicher Stelle aus. „Die Sögeler SPD hätte sich gewünscht, dass sich eine Machbarkeitsstudie auf mehrere Standorte bezogen hätte. Darüber hinaus wäre es zielführend gewesen, in die Standortfindung die Pädagogen der Bernhardschule einzubeziehen. So hätte man Betroffene zu Beteiligten gemacht. Das hätte der Sache sicher gutgetan.“


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