Auch Straßennamen gefunden Preise für Bauland am Sögeler Schloss stehen fest

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Sögel. Schon bald sollen Häuslebauer im Neubaugebiet „Nördlich Schlosspark“ in Sögel loslegen können. Mehrheitlich legte der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung die Grundstückspreise fest und traf auch eine Entscheidung über die Straßennamen.

„Die zahlreichen Interessierten warten darauf, schon sehr bald Notarverträge schließen zu können“, merkte Gemeindedirektor Günter Wigbers an. Voraussichtlich im August kann der Verkauf der Grundstücke erfolgen. In einem ersten Bauabschnitt stellt die Gemeinde südlich des Ferienhausgebietes in einem ersten Abschnitt 31 Bauplätze mit einer Größe von etwa 700 bis 900 Quadratmetern bereit. Die Erschließungsarbeiten hierfür sind bereits angelaufen. Im Vorfeld ist sich die Gemeinde mit einem angrenzenden Waldbesitzer vertraglich einig geworden, ein zwischen dem Baugebiet und der Spahner Straße liegendes Waldstück für die Straße nutzen zu dürfen. Insgesamt soll das Bauland nördlich von Schloss Clemenswerth Platz für rund 80 Grundstücke bieten.

Zwischen 95 und 110 Euro pro Quadratmeter

Die jetzt vom Rat beschlossenen Preise liegen bei 95 Euro pro Quadratmeter für innen liegende Grundstücke. Für äußere Bauplätze an der Straßenseite werden 100 Euro pro Quadratmeter fällig. Am teuersten sind die direkt am Schlosspark liegenden Grundstücke an der Waldseite. Hierfür liegt der Preis bei 110 Euro für den Quadratmeter. Außer dem Grundstückskaufpreis haben die Eigentümer zusätzlich die Anschlussgebühr an die Schmutzwasserkanalisation in Höhe von 1,52 Euro je Quadratmeter zu zahlen. Bei drei Enthaltungen und einer Gegenstimme votierte der Rat mehrheitlich für diese Preise.

Straßennamen mit Bezug zum Schloss

Ebenfalls mit drei Enthaltungen, aber ohne Gegenstimme erfolgte das Votum für Vergabe der Straßennamen. In Anlehnung an das direkt angrenzende Schloss Clemenswerth einigte das Gremium auf Namen, die einen Bezug zur Anlage herstellen sollen. Im einzelnen wurde der Beschluss für die Bezeichnungen „Kurfürstenstraße“, „Kapuzinerstraße“, „Parkstraße“ und „Wittelsbacher Straße“ gefasst.

Enderschließung „Südlich Schlosspark“ steht bevor

Während die Bautätigkeiten nördlich des Schlosses kurz vor dem Auftakt stehen, neigen sich diese südlich der Parkanlage dem Ende entgegen. Wie Gemeindedirektor Wigbers mitteilte, steht der Endausbau im knapp 60 Grundstücke umfassenden Baugebiet bevor. „So eine schnelle Enderschließung hatten wir noch nie. Es wurde aber auch noch nie so schnell gebaut“, so Wigbers. Am 15. März soll eine Anliegerversammlung stattfinden, auf der die Gemeinde weitere Informationen mitteilen will.

Anwohner äußern zu Beginn Kritik

In einem ersten Abschnitt des Neubaugebietes „Nördlich Schlosspark“ stehen etwa 30 Grundstücke zum Verkauf. Quelle: Gemeinde Sögel // Grafik: NOZ/Heiner Wittwer

Die Planungen für das neue Baugebiet „Nördlich Schlosspark“ sorgten zu Beginn für etwas Unruhe. Anlieger meldeten Befürchtungen aufgrund eines mutmaßlich erhöhten Verkehrsaufkommens und damit verbundenen Lärm- und Abgasemissionen an. Ende 2016 reichten die Anwohner, insbesondere vom Amtsvogtsweg und der Straße „Im Tünneken“ eine Liste mit rund 40 Unterschriften gegen das Baugebiet ein. Die Anlieger forderten eine „durchdachte Lenkung“ der zu erwartenden Verkehrsflüsse, um nicht einzelne bereits vorhandene Straßen zu überlasten. Bei zwei im Anschluss durchgeführten Bürgerversammlungen ebbte die Kritik aufgrund der fortschreitenden Planungen ab.


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