Handlungsfeld „Naherholung und Kultur“ Aus Ideen für Hümmlinger Naturparkplan werden Projekte

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Hüven. Der Naturpark Hümmling soll einen Plan bekommen, der als Konzept zur Orientierung dienen soll. Für das Handlungsfeld „Naherholung und Kultur“ sind jetzt die ersten Ideen konkretisiert worden.

Fünf Wochen nach der Auftaktveranstaltung in Werlte stand nun im Hüvener Dorfgemeinschaftshaus alles im Zeichen der Naherholung und Kultur. Dabei handelt es sich um eines von drei Handlungsfeldern, für die im Rahmen der Planerstellung konkrete Projekte skizziert werden sollen. Die beiden weiteren Themenbereiche „Natur und Klima“ und „Wirtschaft und Landnutzung“ werden am kommenden Dienstag, 13. März, in Esterwegen behandelt.

Hümmling mit eigener kulturellen Identität

In Hüven entwickelten rund 70 Teilnehmer aus den am Naturpark Hümmling beteiligten Städten und Gemeinden Ideen weiter und setzten dabei Schwerpunkte. „Der Hümmling hat mit seiner eigenen Identität in den Bereichen Kultur und Naherholung viel zu bieten und braucht sich keineswegs zu verstecken“, machte Erster Kreisrat Martin Gerenkamp zu Beginn deutlich.

Schwerpunkte setzen

Julian David vom Beratungsbüro Koris aus Hannover, das die Konzeptentwicklung für den Naturpark fachlich begleitet, teilte mit, dass sich für das Handlungsfeld bereits vier Ziele herauskristallisiert hätten. Dabei handelt es sich um den Erhalt der Kulturlandschaft, die Entwicklung eines attraktiven Freizeitwegenetzes, die Brauchtumspflege und Ortsverschönerung sowie die Etablierung des Naturparks. „Heute sprechen wir über 40 Projektideen, die beim Auftaktforum gewonnen wurden. Jetzt gilt es Schwerpunkte zu setzen und aus den Ideen Projekte und Maßnahmen werden zu lassen.“

Anlaufstellen sollen geschaffen werden

Jeder Teilnehmer konnte mit je einem Aufkleber deutlich machen, welche Projektidee ihm besonders wichtig ist. Die meisten Punkte wurden beim Thema „Radrouten“ vergeben. Ebenfalls viele Stimmen gab es für die Schaffung von Anlaufstellen für den Naturpark, beispielsweise am ehemaligen Transrapid-Besucherzentrum in Lathen, am Naturkundehaus Lähden, am Umweltbildungszentrum Vrees oder in Surwolds Wald.

Maler entdecken den Hümmling

Zahlreiche Punkte erhielt auch die künstlerische Idee „Maler entdecken die Landschaft auf dem Hümmling“. Auch das Aufstellen von Hinweisschildern an Ortseingängen, die auf den Naturpark aufmerksam machen sollen, wurde oft genannt.

In Kleingruppen wurden anschließend die Ideen mit den meisten Punkten weiter ausgearbeitet. „Uns ist Ihre Meinung und Expertise dabei besonders wichtig. Sollten nach Ihrer Meinung noch Maßnahmen fehlen, können Sie uns dies natürlich noch mitteilen“, so David. Nach seinen Worten würden in einem nächsten Schritt durch eine begleitende Arbeitsgruppe weitere Auswertungen und Konkretisierungen erfolgen.

Skizzen erstellen, Kosten ermitteln

Uwe Carli, Geschäftsführer des Naturparks Hümmling, bilanzierte zum Abschluss, „dass nun sehr viele Projektideen vorliegen“. Jetzt gelte es, Skizzen zu erstellen und Kostenermittlungen vorzunehmen. „Es müssen natürlich Finanzierungsmöglichkeiten gefunden werden“, stellte Carli klar. Zudem müssten die Projekte auch die Zustimmung der Politik finden. Carli: „Bei all dem muss natürlich unterschieden werden, ob es sich um einen Wunsch, eine Idee oder eine konkrete Maßnahme handelt.“

Im Sommer sollen die Arbeiten an dem Naturparkplan abgeschlossen sein. In Lähden soll am 26. Juni im Rahmen einer Abschlussveranstaltung das erarbeitete Werk vorgestellt werden.

Weiterlesen: Hümmling offiziell zum Naturpark erklärt


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