Veranstaltung der Markuskirche „Preacher“-Slam kommt in Sögel gut an

Von Nils Kögler

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Spannung: Moderator Hauke Schrade (rechts) verkündet nach der finalen Abstimmung das Ergebnis: Eva Matz (links) gewinnt vor Tom Herter. Foto: Nils KöglerSpannung: Moderator Hauke Schrade (rechts) verkündet nach der finalen Abstimmung das Ergebnis: Eva Matz (links) gewinnt vor Tom Herter. Foto: Nils Kögler

koeg Sögel. Einen außergewöhnlichen Wettbewerb gab es am Samstagabend in der evangelischen Markuskirche in Sögel zu bestaunen. Beim „Poetry Preacher Slam“ traten drei Geistliche aus der Region gegen drei Poetry-Slammer aus Oldenburg und Bremen an.

Organisator Mirko Gilster studiert in Oldenburg und absolviert zurzeit ein Praktikum bei der evangelischen Kirchengemeinde in Sögel. Er habe es interessant gefunden, welche anderen Aspekte und Blickwinkel Pastoren, die viel mit Texten arbeiteten, in den Wettbewerb einbringen könnten, erklärt Gilster. Der 19-Jährige ist vor etwa vier Jahren zum „slammen“ gekommen und wagte sich in Sögel auch selbst auf die Bühne.

Ungewohntes Terrain

Unmittelbar nach ihm trat Matthias Voß, Pastor der Sögeler Markusgemeinde, vor das Publikum. In gewohnter Umgebung betrat er doch ungewohntes Terrain. Zwar habe er vorher schon von Poetry Slams gehört und auch einen besucht, teilgenommen habe er jedoch noch nie, erklärte der Pfarrer. Trotz geringer Vorbereitungszeit habe er sich dennoch der Herausforderung stellen wollen, so Voß. Der Pastor sah viele Paralelen zwischen einem Slam-Beitrag und einer Predigt. So ginge es in beiden Fällen darum, „mit seinem Wort kreativ zu sein“ und „etwas zu verkündigen“, erklärte er.

Fünfköpfige Jury

Neben Voß und Gilster nahmen Pastor Tom Herter und Johannes Siebenmorgen, Mitarbeiter der katholischen Hochschulgemeinde Osnabrück, bei den Geistlichen sowie Eva Matz aus Bremen und Janina Mau aus Osterholz-Scharmbeck aufseiten der „Slammer“ an dem Wettbewerb teil. Bewertet wurden die Poeten von einer fünfköpfigen Jury, die vorher aus dem Publikum ausgewählt wurde und die Beiträge mit einer Wertung von eins bis zehn versehen konnte.

„Es ist scheißegal, wer gewinnt“

Matz und Herter konnten sich so für das Finale qualifizieren und erhielten die Gelegenheit, einen zweiten Text vorzutragen. Matz durfte sich für ihren Vortrag über den lauteren Applaus freuen und ging somit als Siegerin von der Bühne. Bei der Veranstaltung ging es hauptsächlich um den Spaß und die Kunst selbst. „Es ist scheißegal, wer gewinnt“, brachte es die Siegerin auf den Punkt.

Workshop im Vorfeld

Im Vorfeld der Veranstaltung bot die Kirchengemeinde zudem einen Slam-Poetry-Workshop an. Insgesamt neun Interessierte nahmen hier die Möglichkeit wahr, unter der Leitung von Eva Matz ihre ersten Schritte als Slam-Poeten zu machen. Organisator Mirko Gilster und Pastor Matthias Voß waren mit der Resonanz auf die gesamte Veranstaltung durchaus zufrieden. Ihrer Meinung nach sei eine Fortsetzung durchaus möglich.


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