Gewerbesteuer bricht ein Sögel will knapp 4,8 Millionen Euro investieren

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242 Seiten umfasst der Haushaltsplan 2018 der Gemeinde Sögel. Foto: Christian Belling242 Seiten umfasst der Haushaltsplan 2018 der Gemeinde Sögel. Foto: Christian Belling

Sögel. Die Gemeinde Sögel will in diesem Jahr knapp 4,8 Millionen Euro für Investitionen in die Hand nehmen. Davon ist allein für den Bau der neuen Kindertagesstätte an der Uhlandstraße eine Million Euro eingeplant.

Stellvertretender Gemeindedirektor Hans Nowak stellte auf der Sitzung des Finanzausschusses die Kernpunkte des 242 Seiten umfassenden Haushaltswerkes vor. „Wir haben ein stolzes Paket geschnürt. Und das meist im Schulterschluss mit allen Fraktionen im Rat.“ Nowak ist überzeugt, dass der Haushalt die Grundlage für weiterhin gute Bedingungen in Sögel darstellt. „Die Investitionen sind beträchtlich und zielen überwiegend auf die Zukunftssicherung sowie den Ausbau der Infrastruktur.“

2,65 Millionen Euro in die Infrastruktur

Als Beispiele nannte er außer dem Bau der dritten Kita in der Hümmlinggemeinde, die Sanierung des zweiten Abschnittes der Mühlenstraße, die Erschließung des Industriegebietes und des Baugebietes „Schlosspark Nord“ sowie die Sanierung des Jugendheims in Eisten. Nach Angaben von Kämmerer Benno Boitmann fließen in die zahlreichen Infrastrukturmaßnahmen rund 2,65 Millionen Euro.

Zuschuss für das Hümmling-Hospital

Der Haushaltsplan sieht ebenfalls einen Zuschuss der Gemeinde an das Hümmling-Hospital in Höhe von jeweils 45.000 Euro in den Jahren 2018 und 2019 für eine Erneuerung der Heizungszentrale vor. „Diese Investition zielt auf unsere Daseinsvorsorge ab. Wir wären aber froh, wenn auch andere Kommunen außerhalb der Samtgemeinde Sögel darüber nachdenken würden“, betonte Nowak.

Verschuldung „bleibt moderat“

Dem stellvertretenden Gemeindedirektor zufolge bleibe die Verschuldung „bei all den Projekten moderat.“ Zur Finanzierung der investiven Ausgaben im Finanzhaushalt wird eine Kreditermächtigung in Höhe von gut 1,1 Millionen Euro veranschlagt. Nach Angaben von Kämmerer Boitmann hätten die Vorjahre aber gezeigt, dass diese aufgrund weiterer möglicher Einnahmen sowie Ausgabeneinsparungen nicht in voller Höhe ausgeschöpft werden.

Minus 3,7 Millionen Euro bei der Gewerbesteuer

Keine erfreulichen Angaben machte Boitmann indes bei den kalkulierten Gewerbesteuereinnahmen. Hier geht die Gemeinde von einem Einbruch in Höhe von 3,7 Millionen Euro aus. „Das hört sich zunächst gewaltig an, relativiert sich aber, bei dem Blick auf die Nettozahlen, bei denen der Einbruch rund 700.000 Euro beträgt“, so der Kämmerer. Erklärung dafür sei, dass aufgrund der sinkenden Gewerbesteuereinnahmen, sich bei der Kreis- und Samtgemeindeumlage die zu leistenden Zahlungen reduzieren. Bei der Einkommens- und Vermögenssteuer berichtete Boitmann indes von kontinuierlich steigenden Einnahmen.

Einstimmig votierte der Ausschuss für eine Verabschiedung des vorgelegten Haushaltsplans. Der Rat fällt in seiner Sitzung am kommenden Dienstag die abschließende Entscheidung.


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