Zuarbeit für den Gemeinderat Hüvener Arbeitskreis liefert kreative Ideen

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Hüven. Vor gut einem Jahr hat sich in Hüven ein Arbeitskreis gebildet, der sich für die Interessen der Ortsgemeinschaft einsetzt. Eine Konkurrenz zum Gemeinderat will die sechsköpfige Gruppe aber nicht darstellen.

„Wir arbeiten dem Ortsrat eher zu und bieten unsere kreativen Ideen und Unterstützung an“, betont Alfons Kohne. Er und Friederike Sanders sind die Einzigen aus dem Arbeitskreis (AK), die auch dem Gemeinderat angehören. Die weiteren AK-Mitglieder Manfred Hinrichs, Nicole Bröker, Matthias Schwarte und Olaf Zinke haben mit der Politik nichts zu tun. „Wir kommen alle aus Hüven, haben aber komplett unterschiedliche Lebensläufe und gehen anderen Berufen nach“, berichtet Schwarte. Dadurch decke die Gruppe auch die verschiedenen Interessen der Ortsgemeinschaft ab.

Ohne Zwänge etwas entwickeln

Einen Arbeitskreis in dieser Form hat es Kohne zufolge in der Hümmlinggemeinde bereits vor etwa zehn Jahren schon einmal gegeben. Dieser habe sich aber nach einiger Zeit wieder aufgelöst. „Dabei macht eine solche Gruppe durchaus Sinn, weil wir einen anderen Blickwinkel haben und frei ohne irgendwelche Zwänge etwas entwickeln können.“ Als langjähriger Ratsherr weiß Kohne, dass der Gemeinderat auch durch die Formalitäten „viel Arbeit frisst“. Eine Einschätzung, die Bürgermeisterin Simone Borgmann (CDU) teilt: „Während sich der Gemeinderat vorwiegend mit verwaltender Tätigkeit beschäftigt, ist der Arbeitskreis eine sinnvolle und wertvolle Ergänzung unserer Arbeit im Rat.“

Modell ruft in Nachbarorten Interesse hervor

Eine Ergänzung, die sich Kohne zufolge bereits in den Nachbarorten herumgesprochen hat. „Viele Gemeinden fragen uns, wie die Zusammenarbeit zwischen dem Arbeitskreis und dem Gemeinderat aussieht. Dieses Modell ist in unserer Region bislang einmalig.“ Für ein erfolgreiches Wirken des Arbeitskreises ist nach Worten von Zinke jedoch erforderlich, „dass wir Leute haben, die etwas bewegen wollen.“ Da dies der Fall ist, stehe auch der ganze Ort hinter der Gruppe. Bürgermeisterin Borgmann hat dafür eine einfache Erklärung. „Im Arbeitskreis werden Ideen entwickelt, die unser Dorf nach außen repräsentieren sollen und zudem das Gemeinschaftsleben stärken.“

Letzte Entscheidung trifft der Ortsrat

Vorschläge und Ausarbeitungen aus dem AK werden nach Angaben der Bürgermeisterin mit dem Gemeinderat besprochen und von dort aus genehmigt. Die letzte Entscheidung über die Umsetzung der Ideen bleibt Borgmann zufolge dem Ortsrat vorenthalten. „Insgesamt kann man sagen, dass Hüven von der Zusammenarbeit dieser beiden Gremien sehr profitiert.“

10.000 Blumen gepflanzt

So wurde im vergangenen Jahr unter anderem auf Initiative des Arbeitskreises im Oktober eine Pflanzaktion durchgeführt, bei der im gesamten Ort 10.000 Blumen gesetzt wurden. Auch der Aufbau der Ortseingangsschilder erfolgte auf Betreiben der Gruppe. Zudem fanden in der Vorweihnachtszeit erstmals ein Adventskonzert und Weihnachtsmarkt statt. Der Erlös aus den beiden Veranstaltungen in Höhe von 800 Euro wurde jetzt der örtlichen Mutter-Kind-Gruppe (500 Euro) sowie der Musikakademie in Lähden (300 Euro) überreicht, die ein Gemeinschaftsprojekt der fünf Musikvereine aus Hüven, Vinnen, Lähden, Berßen und Holte-Lastrup ist.

Den „Emsland Dorfplan“ weiterentwickeln

Dieses Jahr steht für den Arbeitskreis ganz im Zeichen der Weiterentwicklung des „Emsland Dorfplanes“. Als eine von fünf Kommunen im Emsland nimmt Hüven an dem Modellprojekt des Bundes teil, das vom Bundesprogramm Ländliche Entwicklung (BULE) finanziert wird. Dabei geht es um die Zukunft der Dörfer, die sich die Bürger wortwörtlich ausmalen sollen. An der Auftaktveranstaltung im Januar nahmen rund 80 Hüvener teil.


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