Vorwürfe an Samtgemeindeverwaltung UWG kritisiert Kosten für Sögeler Friedhofswald

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Der Friedhofswald der Samtgemeinde Sögel wird im Spahner Südholz in der Gemeinde Spahnharrenstätte eingerichtet. Foto: Archiv/BellingDer Friedhofswald der Samtgemeinde Sögel wird im Spahner Südholz in der Gemeinde Spahnharrenstätte eingerichtet. Foto: Archiv/Belling

Sögel/Spahnharrenstätte. Die UWG aus Spahnharrenstätte wirft der Sögeler Samtgemeindeverwaltung vor, mit den Kosten für den Friedhofswald in Höhe von 280.000 Euro die Arenberg Meppen GmbH als Investor mit Steuermitteln zu unterstützen. Dies weist Samtgemeindebürgermeister Günter Wigbers zurück.

Wie die UWG schriftlich mitteilt, hält sie die Errichtung eines Bestattungswaldes in der Gemeinde gegen den erklärten Willen aller Kirchengemeinden der Samtgemeinde für ein reines Geschäftsmodell der Samtgemeindeverwaltung in Kooperation mit der Arenberg Meppen GmbH. Das „Geschäft mit der Asche“ werde aus Steuermitteln mit einem Betrag von 280.000 Euro gefördert.

Anteilssumme laut UWG nicht bekannt

Laut UWG habe Samtgemeindebürgermeister Günter Wigbers mehrfach erklärt, dass die Kosten für die Einrichtung die Samtgemeinde und die Arenberg Meppen GmbH jeweils zur Hälfte tragen. Über die Höhe des Anteils der Arenberg Meppen sei allerdings bisher nichts bekannt, heißt es weiter in dem Schreiben. Bei diesen Summen sei laut UWG davon auszugehen, dass es nicht um die Nachfrage aus der Samtgemeinde nach der Errichtung eines Bestattungswaldes geht, sondern um die Unterstützung eines Investors mit Steuermitteln, so der Vorwurf an die Samtgemeindeverwaltung.

Kosten werden geteilt

Diesen weist Samtgemeindebürgermeister Wigbers auf Anfrage allerdings klar zurück. Er bestätigt, dass sich die Samtgemeinde Sögel und die Arenberg Meppen GmbH die Kosten für die Einrichtung des Bestattungswaldes teilen. „Bei dieser Absprache bleibt es.“ Die Arenberg Meppen GmbH trage die Hälfte der Kosten für den Rundweg durch den Bestattungswald, für Ruhebänke, Infotafeln und für die Gestaltung eines Gebetsplatzes. „Wir wollen den Rundweg übrigens so gestalten, dass er auch mit einem Rollstuhl oder Rollator befahrbar ist und haben dafür vorsichtshalber 100.000 Euro einkalkuliert“, so Wigbers. Vermutlich werde dieses deutlich günstiger zu realisieren sein.

180.000 Euro für Erschließung

Weitere rund 180.000 Euro sind laut Wigbers überschlägig notwendig für die äußere Erschließung. Es gehe dabei um den Neubau und die Sanierung der landwirtschaftlichen Wege von der Hauptstraße zum Spahner Südholz und von dort in Richtung Sögel. „Davon profitiert übrigens ganz nebenbei und in erheblichem Maße auch die örtliche Landwirtschaft“, so der Verwaltungschef. Diese Kosten trage die Samtgemeinde Sögel, an der Erschließung des Spahner Südholzes von Sögeler Seite kommend möchte sich die Gemeinde Sögel beteiligen. Wigbers teilt weiter schriftlich mit: „Arenberg ist kein Investor und der Bestattungswald kein kommerzielles Projekt. Das alles weiß auch die UWG. Ich würde es begrüßen, wenn sie langsam beginnen, in würdiger Weise mit dem Thema umzugehen.“


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