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Auch Klassenfahrten möglich Marstall Clemenswerth will 2019 richtig durchstarten

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Stellen die neuen Angebote und Flyer des Marstalls Clemenswerth vor: (von links) Irmgard Welling, Christian Thien und Franz Strüwing. Foto: Mirco MoormannStellen die neuen Angebote und Flyer des Marstalls Clemenswerth vor: (von links) Irmgard Welling, Christian Thien und Franz Strüwing. Foto: Mirco Moormann

Sögel. Mit neuen Angeboten und deutlich erhöhten Unterkunfts-Kapazitäten will der Marstall Clemenswerth samt neuem Jugendkloster in Ahmsen im kommenden Jahr für steigende Besucherzahlen sorgen.

Wie der Leiter der Bildungseinrichtung Christian Thien im Gespräch mit unserer Redaktion mitteilt, werde man künftig auch Klassenfahrten anbieten. Bislang sei das nicht im Programm vorgesehen gewesen, doch nehme die Zahl der Besucher im Emsland – darunter auch Schulklassen – etwa in Jugendherbergen deutlich zu.

Zwei Angebote zur Auswahl

So sind laut Thien Reiseangebote entstanden: ein drei- und ein fünftägiger Aufenthalt im Emsland. Zu einem festen Preis mit Vollverpflegung und einem Rahmenprogramm wie einem Besuch der Meyer Werft oder einem interaktiven Lernen am Schloss Clemenswerth habe man die zwei Angebote gepackt, so Thien. „Mit dem Jugendkloster haben wir dann insgesamt 200 Plätze für Gäste“, so der Leiter des Marstalls, der die Zahlen und Entwicklungen gemeinsam mit den Vorsitzenden des Trägervereins, Irmgard Welling und Franz Strüwing, vorstellte. Welling, Bürgermeisterin der Gemeinde Sögel und Vorsitzende des Trägervereins, sprach beim neuen Angebot der Klassenfahrten von einem „Gewinn für die Region“. Die Klassenfahrten würden sich „schnell herumsprechen“.

Neue Felder eröffnen

Die positiven Aspekte der beiden zusammengebrachten Einrichtungen hob Strüwing, Bürgermeister der Gemeinde Lähden und zweiter Vorsitzender des Trägervereins, hervor. „So können wir uns neue Felder mit zusätzlichen Kapazitäten eröffnen.“ Auch die Belegung sei variabel, so Thien. Man könne die Teilnehmer sowohl in Sögel, wo Platz für 120 Personen ist, oder in Ahmsen, wo künftig 75 Plätze zur Verfügung stehen, unterbringen. Große Gruppen nutzten einfach beide Standorte. Die Angebote beider Häuser werden auch mit neuen Flyern, die jetzt verteilt werden, beworben.

Mit Auslastung zufrieden

Mit der Auslastung im vergangenen Jahr zeigte sich Thien ebenfalls zufrieden, auch wenn die Zahlen leicht rückläufig waren. Aufgrund von kurzfristigen Ausfällen bei Kooperationspartnern seien mehrere Buchungen weggefallen. Aus diesem Grund sei die Teilnehmerzahl 2017 auf gut 10.200 zurückgegangen. 2016 waren es noch 10.900. Die Zahl der Teilnehmertage fiel von knapp 24.000 auf 22.420. Dennoch hätten sich die Zahlen „auf gesundem Niveau eingependelt“, so Thien. Mit den außerplanmäßig nun fehlenden Teilnehmern hätte man das Niveau auch zahlenmäßig auf Vorjahresstand halten können, so der Religionspädagoge. Im Januar dieses Jahres habe man bereits höhere Zahlen im Vergleich zu den beiden Vorjahren erreicht, wobei diese Zahl noch nicht aussagekräftig für das Jahresergebnis sei, so Thien. „Sehr zufrieden“ zeigte sich Thien mit der Kooperation mit dem Kreissportbund. Die Teilnehmer sorgten für insgesamt 16 Prozent der Gesamtbelegung.

Zahl der Pilger gestiegen

Mit 55 Prozent waren die Kurse des Marstalls wieder der größte Anteil der Veranstaltungen. Davon fielen laut Thien etwa 70 Prozent auf die Schulgemeinschaftstage. Hierzu zählten Besinnungstage und Kennenlerntage für Fünft- oder Sechstklässler, aber auch themenbezogene Aufenthalte etwa zur Sucht- oder Gewaltprävention.

Die Zahl der Pilgergruppen sei mit derzeit etwa 1,4 Prozent noch überschaubar, dennoch seien es „einige Hundert Pilger“ gewesen, die im vergangenen Jahr im Marstall untergekommen seien. „Vor wenigen Jahren stand die Zahl noch bei Null“, so Thien. Womöglich steige die Zahl der Pilger schon in diesem Jahr auf über drei Prozent, so der fromme Wunsch des Einrichtungsleiters.

Nachhaltigkeit großes Thema

Ein weiterer, wichtiger Aspekt, der laut Thien in Zukunft permanent ausgebaut werden soll, ist das Thema Nachhaltigkeit. Zum einen würden fair gehandelte Produkte in der Küche der Einrichtungen verarbeitet, andererseits habe man etwa bei den Kaffeeautomaten auf Tassen anstelle von Pappbechern umgestellt. „Wenn jemand einkaufen gehen möchte, dann gibt es dafür Jutebeutel zum Leihen“, so Thien. Seit diesem Jahr werde der Marstall mit Ökostrom versorgt, auch der Umbau der Fenster wirke sich positiv auf die Energiebilanz aus. Weitere Projekte stehen an. So wird die Beleuchtung auf LED-Technik mit Bewegungsmeldern umgestellt. Auch soll ein Lastenfahrrad für Einkäufe im Ort angeschafft werden.


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