2,8 Millionen für Schulen SG-Rat Sögel beschließt Haushalt für 2018

Von Mirco Moormann

Der Neubau der Bernhardschule in Sögel wird die Politik noch einige Jahre begleiten. Zunächst muss ein Standort gefunden werden. Foto: Archiv/BellingDer Neubau der Bernhardschule in Sögel wird die Politik noch einige Jahre begleiten. Zunächst muss ein Standort gefunden werden. Foto: Archiv/Belling

Sögel. Der Sögeler Samtgemeinderat hat den Haushalt für das Jahr 2018 verabschiedet. 2,8 Millionen Euro werden in die Schullandschaft investiert.

Mehrheitlich bei einer Gegenstimme hat das Gremium den Haushalt mit einem Investitionsvolumen von knapp 5,4 Millionen Euro auf den Weg gebracht. Mit knapp 2,8 Millionen Euro sind mehr als 50 Prozent der Investitionen in den Bereichen Schule und Sport vorgesehen.

Die größten Positionen nehmen dabei mit zwei Millionen Euro die Sanierung oder der Neubau der Großraumturnhalle am Schulzentrum sowie mit 500.000 Euro der Auftakt der Planungsarbeiten an der Bernhardschule ein. Kleinere Maßnahmen sind zudem an den Grundschulen Südhümmling, Werpeloh und Spahnharrenstätte vorgesehen. Für die Schmutzwasserkanalisation werden rund 1,5 Millionen Euro fällig. Dabei handelt es sich größtenteils um das Anlegen von Schmutzwasserkanälen in Neubau- und Gewerbegebieten in den Mitgliedsgemeinden.

Zustimmung gab es von allen Fraktionen für den Haushalt, verbunden mit dem Dank an Kämmerer Benno Boitmann und sein Team. Reinhard Timpker sagte für die CDU, dass die Gestaltung der Schullandschaft ein Prozess sei, der niemals zu Ende gehe. Durch die permanenten Investitionen sei ein „hervorragender Schulstandort“ entstanden. Auch wenn für die anstehenden Maßnahmen Kredite nötig seien, sei der Haushalt dennoch ordentlich finanziert, so Timpker. Mit Blick auf die Kosten für die Einrichtung eines Friedhofswaldes sagte Timpker, dass „ein Spurwechsel der eingefahrenen Wege nötig“ gewesen sei.

Johannes Müller von der SPD-Fraktion sprach die anstehenden Arbeiten an der Sporthalle an. Hier müsse eine ausführliche Abwegung erfolgen, was Neubau oder Sanierung angehe. Auch sollten Zahlen aus Kommunen, die ähnliche Projekte durchgeführt haben, eingeholt werden. Die Kosten für den Friedhofswald in Höhe von 280.000 Euro seien „eine Hausnummer“, so Müller. Das Thema sei aber mehrheitlich beschlossen und somit erledigt, so der Fraktionsvorsitzende.

Auch Gerd Rode (UWG) sagte, dass man sich beim derzeitigen Schuldenstand genau überlegen müsse, ob ein Neubau oder eine Sanierung der Sporthalle vorgenommen werden soll. Positiv bewertete er die Aufteilung der Kosten für den Breitbandausbau in der Samtgemeinde. So würden auch die kleinen Gemeinden unterstützt.

Über den aktuellen Planungsstand der Arbeiten an der Bernhardschule informierte Samtgemeindebürgermeister Günter Wigbers. Laut Gutachten sei ein Neubau in zwei bis drei Abschnitten im laufenden Betrieb die bevorzugte Variante, jedoch müsse in den Gremien noch über den Standort beraten werden. Ziel sei es, so Wigbers, „noch in diesem Jahr eine genehmigungsfähige Planung stehen zu haben“.