Anfänge in den 1970er-Jahren Crossläufer nehmen sich Börgers Wälder zum 40. Mal vor

Von Christian Belling


Börger. Was in Börger Anfang der 1970er-Jahre als kleinere Waldlaufserie begann, hat sich unter den Sportlern längst als etablierte Crosslauf-Veranstaltung etabliert: In diesem Jahr geht es für die Leichtathleten am 18. Februar zum 40. Mal durch die Wälder der Hümmlinggemeinde.

„Wie sich der Lauf entwickelt hat, erfüllt mich schon mit Stolz“, sagt Heinrich Wesseln im Gespräch mit unserer Redaktion. Der 82-Jährige hat Anfang der 1970er-Jahre dafür gesorgt, dass sich in Börger überhaupt eine Läufergruppe gebildet hat. „Die DJK Eintracht war damals recht einfältig aufgestellt und fast ausschließlich auf Fußball ausgerichtet“, erinnert sich Wesseln. Zu dieser Zeit kam der gebürtige Steinbilder als Lehrer nach Börger und fing an, sich Mitstreiter für seine sportliche Leidenschaft zu suchen. „Durch seine Wälder und Hügel ist unser Ort doch geradezu fürs Laufen prädestiniert“, so Wesseln.

Der Schafstall als Umkleide

Schnell war mit Unterstützung des Lehrerkollegiums sowie mit Weggefährten des TV Papenburg, die zu der Zeit bereits ein vergleichbares Angebot hatte, ein Lauftreff gebildet. „Unser Glück war, dass der Sport auch ohne Turnhalle funktionierte, denn Börger hatte damals noch keine“, berichtet der 82-Jährige. Neben seiner pädagogischen Tätigkeit als langjähriger Schulleiter organisierte er erste Waldläufe, die Vorgänger der heutigen Crossläufe. Bei der Premiere 1974 im Wacholderhain gingen 179 Teilnehmer an den Start. „Es gab keine Umkleidekabinen und keine Duschen. Umgezogen wurde sich im Schafstall und für die Auswertung der Läufe hatte man die Schreibmaschine auf dem Schoß.“

Einige Läufe fielen dem Winter zum Opfer

Dass die 1974 erstmals durchgeführten Waldläufe, die seit 1989 ihren Start- und Zielpunkt im Sportpark haben, erst in diesem Jahr in die 40. Auflage gehen, ist der Witterung geschuldet. „Einige Male musste der Lauf aufgrund vereister Strecken und winterlicher Verhältnisse ausfallen“, teilt der 82-Jährige mit. Allein die Anfahrt der Teilnehmer sei in solchen Fällen zu gefährlich.

Zwischen 250 und 400 Leichtathleten

Im weiteren Verlauf entwickelte sich der Crosslauf in Börger zu einem festen Bestandteil im Wettkampfkalender der Läufer. Zwischen 250 und 400 Leichtathleten gehen jedes Jahr an den Start. „Dabei wurde auch alles professioneller und anspruchsvoller“, teilt Wilhelm Gößling vom Organisationsteam mit. Die Arbeit im Wettkampfbüro erfolge fast nur noch am Computer, ebenso das Anmeldeverfahren. „Und trotzdem brauchen wir jeden der rund 25 Helfer“, so Gößling.

Verschiedene Strecken

Einen Tag vor den Wettkämpfen trifft sich nach seinen Worten das Organisationsteam zur Absprache, der Erstellung von Läuferlisten sowie zum Abstecken der einzelnen Läufe. „Die einzelnen Strecken werden farblich markiert, damit auch jeder weiß, wo er lang zu laufen hat.“ Außer dem Bambini-Lauf gibt es auch Wettkämpfe für Schüler, Jugendliche und Senioren. Die längste Strecke hat der Hauptlauf mit seinen rund 9,5 Kilometern. Sämtliche Läufe finden am Vormittag zwischen 9 und 12.30 Uhr statt, ehe im Anschluss die Ehrungen vorgenommen werden.

Auch spontane Anmeldungen möglich

Anmeldungen für Kurzentschlossene nehmen die Organisatoren bis 30 Minuten vor Laufbeginn noch entgegen. Gößling: „Uns ist es für die Planung aber doch lieber, wenn sich etwas eher angemeldet wird.“ Diese sind möglich auf der Internetseite der DJK Eintracht Börger unter eintracht-boerger.de.