Serie „Bands aus der Region“ Home Reared Meat: Harte Töne und viel Bier in Sögel

Von Jennifer Kemker

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Die Musiker der Death-Metal-Band „Home Reared Meat“ proben in einem selbst ausgebauten Raum. Foto: Jennifer KemkerDie Musiker der Death-Metal-Band „Home Reared Meat“ proben in einem selbst ausgebauten Raum. Foto: Jennifer Kemker

Oberlangen/Lathen/Sögel. Ihre Gage investieren die Männer – ursprünglich aus Oberlangen und Lathen – in Bier. Ihre Musik ist „laut, schnell und ballert“. So beschreiben die Mitglieder der Death-Metal-Band „Home Reared Meat“ – „heimisch gezüchtetes Fleisch“, ihre Kunst, der sie seit fünf Jahren mit Leidenschaft frönen.

Der Sound besteht aus einer Mischung aus Punk und Speed-Metal mit Einflüssen aus Grind- und Hardcore. Bei dieser Kombo könne es schon mal schnell und eintönig werden. Wenn es darum geht, neue Songs zu entwickeln, lassen sich die sechs Musiker aus dem Raum Lathen von vielen unterschiedlichen Bands aus dem Death-Metal-Bereich beeinflussen.

Seit Anfang 2016 wird die Band laut Sänger Niklas Hebbelmann von dem Label „Kernkraftritter Records“ aus Wolfsburg unterstützt. Dabei zog es die musikalischen Fleischliebhaber bisher in Richtung Braunschweig, Hamburg, Hannover, aber auch nach Holland, wo sie mit anderen Bands in Clubs der Menge ordentlich einheizten.

Anfang des vergangenen Jahres spielte die Band in Holland, wie Sänger Stephan Rolfes berichtete. „Bei der kleinen Location und den zahlreichen Holländern, die ihre Joints rauchten, haben wir uns direkt gedacht, dass wir einen Platz zum Schlafen brauchen und nach dem Konzert nicht direkt nach Hause fahren werden“, sagte er. Zufällig kamen die Death-Metal-Musiker an ein Luxus-Appartment, das standesgemäß mit einem Zwei-Mann-Whirlpool, Sauna und einer Regendusche ausgestattet war. Wie sich die Musiker erinnerten, waren während der Party nach dem Auftritt nicht nur zwei, sondern gleich acht Feierwillige in dem Pool, die alles andere als Entspannung suchten. Neben der riesigen Überschwemmung im Appartment sei der Vermieter darüber hinaus auch über den Einkaufswagen und dem Gouda mit Bissspuren im Eingangsbereich nicht erfreut gewesen.

Im Berufsalltag geht es bei der sechsköpfigen Band allerdings nicht so wild her. Neben Alten- und Heilerziehungspflegern komplettieren ein Rettungsassistent, ein Informatiker und ein Bundeswehrsoldat die Gruppe. „Wir wollen mit unserer Musik nicht die Welt verändern, sondern Spaß haben und Party machen“, sagt Rolfes. „Man macht sein Ding auf der Bühne und will dem Publikum einen geilen Abend bieten.“ Einmal im Jahr schmeißen sie für Freunde und Bekannte sogar eine „Meat-Party“. Zwei Tage lang gibt es Bier, Musik und Spanferkel. Regelmäßig treffen sich die Sänger Hebbelmann und Rolfes mit ihren Bandmitgliedern Armin Rolfes (Bass), Manfred Rolfes (Schlagzeug) und den Gitarristen Maik Einhaus und Andreas Klaßen in ihrem selbst ausgebauten Proberaum in Sögel.


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