Umbau für zweite Krippengruppe Eltern monieren Entwicklung im Merzener Kindergarten

Meine Nachrichten

Um das Thema Samtgemeinde Neuenkirchen Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.


Merzen. Es passe einfach nicht, dass Merzen immer weiter wachse und das Angebot im Kindergarten immer weiter abnehme, so der Elternrat des Kindergartens.

Die Erweiterung des Kindergartens in Merzen stand auf der Tagesordnung für den Bau-, Wege- und Umweltausschuss der Gemeinde Merzen. Dabei sollte es eigentlich nur um einen Sachstandsbericht gehen. Doch zur Sitzung flatterte ein Schreiben des Elternrates des Kindergartens ins Rathaus, in dem die Eltern viele Dinge monierten. Deutlich wurde in der Sitzung, dass es ein Informationsdefizit gibt.

Dieser Brief, in dem die Eltern auf einige Missstände aus ihrer Sicht hinweisen, habe alle erstaunt, so Ausschussvorsitzender Christof Büscher. Grünen-Ratsherr Ronald Hülsmann gab zu Beginn der Sitzung gleich zu verstehen, dass er keinen Kontakt zum Elternrat habe und mit dieser Aktion nichts zu tun habe.

Angebot im Kindergarten nimmt ab

„Wir sind sehr erstaunt, in welche Richtung der https:// Kindergarten sich derzeit entwickelt“, heißt es im Schreiben des Elternrates. Es passe einfach nicht, dass Merzen immer weiter wachse und das Angebot im Kindergarten immer weiter abnehme, weil keine langfristige und durchdachte Lösung gefunden werde. „Wir wollen unsere Kinder so früh wie möglich und so gut wie möglich in ihrer Entwicklung fördern und in ihrer Entwicklung unterstützen, damit sie einen guten Start ins Schulleben bekommen“, so die Eltern.

Die Erziehungsberechtigten stellen zwar klar, dass sie wüssten, dass die derzeitigen Zustände nur ein Übergang seien, doch möchten sie , dass nach dem Umbau der hohe Standard wieder zurückkehre. Von daher führen die Eltern einige Punkte auf, die aus ihrer Sicht geändert werden müssten. Das Kindergarten-Team benötige ein richtiges Personalzimmer, in dem es die tägliche Arbeit planen und reflektieren könne und wo die Mitarbeiter auch in Ruhe Pause machen könnten.

Erhalt der Funktionsräume

Der Erhalt der Funktionsräume sei wichtig, um die Kinder richtig zu fördern. Kleingruppenangebote, Schulkindstunden und Fördermaßnahmen sollten in diesen Räumen angeboten werden. Zudem müsse es einen Platz geben, an dem Elterngespräche oder zum Beispiel Gespräche mit Logopädie, Jugendamt oder Frühförderung stattfinden könnten. Ein Materialraum, wo alles zentral an einem Ort untergebracht sei und nicht mitten im Flur oder in den Funktionsräumen, sei ebenfalls erforderlich.

Mit Fotos dokumentiert

Blumenzimmer, Sonnenzimmer, Forscherraum, Kinderküche, Bewegungs-, Matsch-, Werk- und Snoezelenraum sollten wieder so genutzt werden können, wie ursprünglich geplant.

Und mit Fotomaterial haben die Eltern ihre Wünsche belegt. In der ehemaligen Kinderküche, die vor zwei Jahren zum Forscherraum umfunktioniert wurde, wird mittlerweile das Essen eingenommen. Als Übergangslösung ist nun im ehemaligen Sonnen- und Blumenzimmer die Mäusegruppe untergebracht. Das ehemalige Personalzimmer dient nunmehr als Wickelraum- und Elternecke, im Personalzimmer stehen die Materialschränke und im Bewegungsraum stehen die Tische aus dem Personalzimmer. Und vom bisherigen Spielplatz seien Teile durch einen Zaun abgetrennt.

Zu Lange Übergangslösung?

SPD-Ratsvertreter Ludger Spinneker hatte sich im Kindergarten vorher noch einmal umgeschaut und stellte fest: „So schlimm kann das alles nicht sein“. In jeder Bauphase gebe es Probleme. Auf der anderen Seite kam aus dem Ausschuss jedoch der Hinweis, dass einige Eltern sehr unzufrieden seien und mit ihrem Nachwuchs aus dem Kindergarten weg wollten. Ratsfrau Marlies Gerdemann verwies darauf, dass die Eltern Sorge hätten, die Übergangslösung würde zu lange dauern. (Weiterlesen: Das Kindergarten-Abc: Von A wie Abholen bis Z wie Zähneputzen)

Während es im Krippenbereich eine Überbelegung gebe, bestehe im Kindergartenbereich eine Unterbelegung, so Bürgermeister Gregor Schröder. Im Zusammenwirken von Generalvikariat, Kirchengemeinde, Kindergartenleitung, Landesschulamt und der Gemeinde sei eine Lösung gesucht worden. Das angedachte Modell der altersübergreifenden Gruppen sei schnell vom Tisch gewesen, vielmehr habe man sich für den Bau von Räumen für eine zweite Kinderkrippengruppe ausgesprochen. Das sei alles so besprochen, für die Übergangslösung liege auch eine Betriebsgenehmigung vor. Es werde versucht, die für zwei Jahre genehmigte Übergangslösung schon nach einem Jahr aufheben zu können.

Kirchengemeinde ist Träger

Nicht die Gemeinde sei Betreiber des Kindergartens, sondern die Kirchengemeinde. Von daher regte nicht nur der Ausschussvorsitzende Christof Büscher an, dass die Kirchengemeinde zusammen mit der Kindergartenleitung zu einer Informationsveranstaltung einlade, um den Eltern die Planungen und anstehenden Baumaßnahmen näher zu erläutern.

(Ein Hoch auf die Fremdbetreuung - die NOZ-Elternkolumne)


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN