5. Treckertreffen Rauchende Schlote und wummernde Motoren in Merzen

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Merzen. Die Traktoren- und Raritätenfreunde Merzen haben am letzten Wochenende im August einen doppelten Grund zum Feiern: Ihren Verein gibt es seit zehn Jahren, und zum fünften Mal organisieren die Hobbyschrauber und Oldtimer-Enthusiasten ein Treckertreffen.

Die fünfte Auflage des Treckertreffens auf dem weitläufigen Vereinsgelände im Ortsteil Lechtrup verbindet der Verein mit einem Tag der offenen Tür. Das ausdrücklich zu betonen wäre gar nicht erforderlich, denn nicht nur Traktoristen und Liebhaber alter Ackermaschinen finden alle zwei Jahren wie selbstverständlich den Weg nach Merzen.

Längst hat sich der Ort in Oldtimerkreisen einen Namen gemacht, und wenn das Wetter mitspielt, dann dürfte der Verein um den seit Januar amtierenden Vorsitzenden Josef Plog sich wieder über viele Hundert Zuschauer freuen.

Schrauberschnack bei „Altöl und Frostschutz“

Bereits am Freitag, 25. August, ab 14 Uhr werden die Teilnehmer zum Traktorentreffen erwartet. Die Besitzer alter Schätzchen aus den Schmieden bekannter und längst vergangener Hersteller wie Deutz, Bautz, Güldner Hanomag, Lanz Bulldog oder Porsche reisen natürlich auf eigener Achse an und schlagen für drei Tage ihr Quartier hinter dem Vereinshaus auf. Da steht der Austausch im Vordergrund, der am Abend mit einem gemütlichen Schrauberschnack bei „Altöl und Frostschutz“ beginnt.

Am Samstag, 26. August, und Sonntag, 27. August, gibt es wieder viel zu sehen und zu erleben: Die Traktoren- und Raritätenfreunde präsentieren wieder alte (Ernte-) Maschinen im Einsatz, zeigen alte Handwerkskunst und bringen auch die Freiwillige Feuerwehr Merzen dazu, mit ihrer alten Wasserspritze gleich mehrere Brände zu löschen – natürlich für den Showeffekt. In der alten Schmiede im Museum wird das Feuer wieder angeheizt. Ein Hingucker ist auch die vor sechs Jahren eingerichtete Holzschuhmacherwerkstatt, deren Maschinen noch tadellos funktionieren. Auch das Sägewerk mit dem Horizontalgatter wird wieder angetrieben. Ohnehin lohnt sich ein Besuch im Vereinshaus: Hier wird am Samstag und Sonntag jeweils zwischen 14 und 17.30 Uhr das Museumscafé eingerichtet.

„Erpeldeubel“ und andere Geräte in Aktion

Eine Dieselwolke dürfte sich auch wieder auf den etwa einen Hektar großen Acker gleich neben dem Veranstaltungsgelände legen und der urige Sound der alten Traktoren weit zu hören sein. Hier können die Ackeroldies zeigen, was in ihnen steckt. Da wird nach Lust und Laune gepflügt und gegrubbert, da werden Gewichte übers Feld gezogen und der „Erpeldeubel“ angespannt, wie der Kartoffelroder einst genannt wurde. Der wirkt im Vergleich zur heutigen Konstruktion eher wie ein zerbrechliches Maschinchen. Wer sich das Schauspiel auf dem Acker betrachtet, der bekommt einen Eindruck, wie mühsam die Arbeit auf dem Feld noch vor einem halben Jahrhundert ausgesehen hat. Aber schnell steht fest: Die Traktoren von damals klingen einfach stark, fett, gar kernig und sind einfach unwechselbar. Nach einer Trecker-Olympiade am Samstagabend endet der zweite Veranstaltungstag mit Fachsimpeleien, die im Programm als „Allgemeines Abschmieren“ betitelt werden.

Ausfahrt durch die Gemeinde

Am Sonntag, 27. August, steht um 10 Uhr eine Ausfahrt aller Traktoren auf dem Programm. Die etwa einstündige Tour führt quer durch die Gemeinde, bevor um 11 Uhr der Frühschoppen mit dem Musikzug Merzen beginnt. Um 13 Uhr wird der Teilnehmer mit dem ältesten Schlepper und der Teilnehmer mit der weitesten Anreise prämiert.


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