Arbeitsgruppe: Treffen am 17. August Aktionsplan für sichere Schulwege in Neuenkirchen

An unübersichtlichen Stellen in Neuenkirchen sollen nach dem Wunsch der Arbeitsgruppe auch Verkehrshelfer zum Einsatz kommen. Foto: Swaantje Hehmann/ArchivAn unübersichtlichen Stellen in Neuenkirchen sollen nach dem Wunsch der Arbeitsgruppe auch Verkehrshelfer zum Einsatz kommen. Foto: Swaantje Hehmann/Archiv

Neuenkirchen. In Neuenkirchen sollen Kinder und Jugendliche auf sicherem Weg die Schule erreichen. Das hat sich eine Arbeitsgruppe zum Ziel gesetzt. Neben Infoabenden für Eltern ist auch daran gedacht, Verkehrshelfer zu schulen.

Alle Jahre wieder zum Schulbeginn treibt viele Eltern die Sorge um, wie ihre Schützlinge sicher und gefahrlos die Schule erreichen. Denn vielerorts gibt es unübersichtliche Verkehrssituationen. Das ist auch in Neuenkirchen der Fall, wie eine Initiative herausgefunden hat. Eltern, Vertreter von Schulen und Kindergarten nahmen mit Samtgemeinde Neuenkirchen, Polizei und Verkehrswacht die Wege zu den Schulen unter die Lupe. „Es ist uns wichtig, dabei notwendige Partner und die Eltern möglichst früh in die Arbeit einzubeziehen“, sagt Ruth Klaus-Karwisch, Fachbereichsleiterin für Soziales und Bürgerservice in der Samtgemeindeverwaltung.

Wie empfinden Schüler die Verkehrsbelastung im Ort?

Ziel der Aktion sei, Gefahrenstellen zu identifizieren und – wenn möglich – sie sicher zu machen. Genauso wichtig sei es, alle Verkehrsteilnehmer für das Thema Sicherheit zu sensibilisieren. Vor der Ortsbegehung mit Polizei und Verkehrswacht waren die Schüler befragt worden, auf welchen Wegen sie Grund- und Oberschule erreichen und welche Verkehrsmittel sie benutzen. Außerdem wurden die Kinder und Jugendlichen befragt, wie sie den Verkehr innerhalb Neuenkirchens einschätzen: Gibt es Stellen, an denen sie sich beim Überqueren einer Straße unwohl fühlen? Wie empfinden sie die Verkehrsbelastung im Dorf?

Ortsbegehung mit Verkehrsexperten

Die Begehung fand zur Hauptverkehrszeit statt, bei der einige kritische Punkte an Kreuzungen und Straßenquerungen sowie auf Rad- und Gehwegen dokumentiert worden seien, teilt die Samtgemeindeverwaltung mit: In der Straße Im Hülsen, über die die Busse das Schulzentrum anfahren, sind die Gehwege besonders schmal. Hier müssten alle Verkehrsteilnehmer Rücksicht nehmen. Ein neuralgischer Punkt ist die Kreuzung Lindenstraße/Im Hülsen vor allem morgens und mittags, wenn die Schulbusse fahren. Für Sicherheit sorgt hier eine Ampel. Unübersichtlich ist auch die Kreuzung Lindenstraße/Alte Poststraße, und der Buswendeplatz hinter der Goode-Weg-Schule wird morgens und mittags gerne von Eltern genutzt, die ihre Kinder mit dem Wagen zur Schule bringen und abholen.

Empfehlungen für Verbesserungen

Im Anschluss an die Ortsbegehung zogen die Mitglieder der Arbeitsgruppe ein erstes Fazit und überlegten sich Verbesserungen. „Tatsächlich ist es nicht immer die beste Wahl, das vermeintlich sichere Auto zu nutzen“, sagte Harald Nehls, bei der Polizei Bersenbrück zuständig für die Verkehrsprävention. Zum Beispiel entstünden beim Hinbringen und Abholen vor der Schule chaotische Situationen, die Kinder nicht überblicken könnten. „Hier werden die letzten Meter zum gefährlichsten Punkt. Um dies zu entschärfen, müssen alle mitmachen“, stellte er klar. Mit Blick auf das Parken bedeutet dies, dass Eltern also nur ausgewiesene Stellplätze ansteuern sollten. Eine weitere Idee des Aktionsplanes ist, der in den kommenden Monaten umgesetzt werden soll: An zentralen Knotenpunkten rund um Grundschule und Oberschule sollen Verkehrshelfer zum Einsatz kommen, die den Verkehr leiten und letztlich die Fußgänger und Radfahrer auf sichere Wege lenken.

Verkehrshelfer gesucht

Die Goode-Weg-Schule habe schon ihre Bereitschaft signalisiert, in den Reihen der Schüler nach Verkehrshelfern zu suchen. Diese würden von der Verkehrswacht auf die Aufgabe vorbereitet, sagte Samtgemeindebürgermeisterin Hildegard Schwertmann-Nicolay. Die könnten auch auf der Lindenstraße überall dort zum Einsatz kommen, wo es keine Ampel gibt. „Das ist keine ungefährliche Straße“, stellte sie fest. Bereits heute gebe es auf einer Länge von gut einem Kilometer drei Ampeln, „eine vierte ist nicht sehr realistisch“. Eine Alternative könnten die Verkehrshelfer sein, die nicht nur aus den Reihen der Schüler kommen müssten. „Jeder, der Zeit hat, kann mitmachen“, so die Verwaltungschefin. Die Schulung ist am Freitag, 22. September, vorgesehen.

Um Verkehrshelfer, aber auch um weitere Vorhaben soll es auch in der nächsten Sitzung des Arbeitskreises Verkehrssicherheit am Donnerstag, 17. August, um 16.30 Uhr in der Schulmensa im Jugendtreff Neuenkirchen gehen. Interessierte sind zu diesem öffentlichen Austausch eingeladen und können eigene Vorschläge unterbreiten.

Kontakt: Samtgemeinde Neuenkirchen, Ruth Klaus-Karwisch, Telefon 05465/20129, E-Mail: klaus-karwisch@neuenkirchen-os.de.


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