Interview mit Ulrike Rückforth Neuenkirchener Verein bekommt den Beinamen „Triebwerk“

Dem Vorstand des Vereins Triebwerk – Engagement und Gemeinschaft in der Samtgemeinde Neuenkirchen gehören an: Ulrike Kornhage, Ulrike Rückforth, Uwe Hummert und Hildegard Schwertmann-Nicolay (von links). Das Bild entstand in der Gründungsversammlung im September 2016. Foto: Josef Pohl/ArchivDem Vorstand des Vereins Triebwerk – Engagement und Gemeinschaft in der Samtgemeinde Neuenkirchen gehören an: Ulrike Kornhage, Ulrike Rückforth, Uwe Hummert und Hildegard Schwertmann-Nicolay (von links). Das Bild entstand in der Gründungsversammlung im September 2016. Foto: Josef Pohl/Archiv

Neuenkirchen. Der vor gut einem Jahr gegründete Verein Engagement und Gemeinschaft in der Samtgemeinde Neuenkirchen hat sich eine neue Kurzbezeichnung gegeben. Künftig wird die Bezeichnung „Triebwerk“ dem Vereinsnamen vorangestellt. „Unser Verein will etwas bewegen, antreiben, initiieren, also Menschen mitnehmen, sie für die Gemeinschaft begeistern“, begründet Vorsitzende Ulrike Rückforth im Interview mit unserer Redaktion die Entscheidung.

Das Interview im Wortlaut:

Frau Rückforth, helfen Sie unseren Lesern einmal auf die Sprünge. EuG steht für…

…Engagement und Gemeinschaft in der Samtgemeinde Neuenkirchen.

Das ist aber eine sehr lange Bezeichnung…

Das stimmt. Sie ist im alltäglichen Gebrauch sehr sperrig und wird wohl nie so ausgesprochen werden. Die Abkürzung „EuG“ ist dagegen zwar kurz und sprechbar, aber unpersönlich und inhaltsleer. Es wird nicht klar, welchen Zweck der Verein überhaupt hat.

EuG klingt nach Behörde oder Verordnung…

Wir waren uns nach der Gründung im Vorstand relativ schnell einig: Wir brauchen eine pfiffige, griffige und eingängige Bezeichnung. Ein Verein, der keinen sprechbaren Namen hat, ist schwer mit Leben zu füllen, geschweige denn bekannt zu machen. Weder „Engagement und Gemeinschaft in der Samtgemeinde Neuenkirchen“ noch „EuG“ sind in der Lage, Sympathie zu wecken.

Machen wir es konkret: Welchen Zweck hat Ihr Verein?

Wir sind ein gemeinnütziger Verein, der die Gemeinschaft und das Engagement der Menschen in Merzen, Neuenkirchen und Voltlage fördern will. Und zwar in allen Bereichen, angefangen bei der Seniorenarbeit über kulturelle Initiativen bis hin zu allen Ideen, die das Zusammenleben der Einwohner fördern. Unser Verein kann durch die Gemeinnützigkeit Spenden einwerben, an die viele Initiativen wie die „Kleinen Hilfen“ nicht herankommen.

Das hört sich reichlich unkonkret an.

Überhaupt nicht. Unser Verein will etwas bewegen, antreiben, initiieren, also Menschen mitnehmen, sie für die Gemeinschaft begeistern. Wir wollen private Initiativen unterstützen und nicht warten, bis wir die nächste Spende erhalten.

Apropos Spende. Der Lions Club hat Ihnen einen Kombi mit Rollstuhlrampe geschenkt, den die „Kleinen Hilfen“ für Fahrdienste nutzen können.

Dafür sind wir sehr dankbar, damit hätten wir nicht gerechnet. Diese Spende ist eine Hausnummer für einen so jungen Verein.

Zurück zum neuen Namen: Inzwischen gibt es ein Logo und einen griffigen Namen: Triebwerk – Engagement und Gemeinschaft in der Samtgemeinde Neuenkirchen. Das Logo zeigt Menschen, große und kleine Zahnräder – alle greifen ineinander. Viel Symbolik, oder?

Ja, denn es zeigt, dass jeder wichtig ist. Bei der Namensfindung und Logosuche hat uns Grafikerin Elke Woltering professionell unterstützt. Wir haben zunächst mit Begriffen gespielt, am Ende kam die Bezeichnung Triebwerk heraus. Dieser Vorschlag hat Vorstand und Mitglieder letztlich überzeugt. Jeder weiß, wie der Name zustande kam, und kann künftig erklären, was sich hinter Triebwerk verbirgt. Eine neue Bezeichnung ist sinnlos, wenn sich die Mitglieder damit nicht identifizieren können. Sie müssen den Vereinszweck schließlich weitertragen.

Wann machen Sie den neuen Namen bekannt?

Am Sonntag, 27. August, ab 14 Uhr planen wir unsere erste Veranstaltung: ein Picknick im Park des St.-Elisabeth-Stifts in Neuenkirchen. Ohne großen Aufwand sollen sich Menschen aus allen drei Gemeinden hier treffen, austauschen, picknicken, spielen und Spaß miteinander haben. Jeder bringt mit, was er braucht. Uns sind die Begegnungen zwischen Menschen wichtig.

Ihr Verein verzichtet auf Mitgliedsbeiträge. Wie finanzieren Sie Ihre Arbeit?

Wer unserem Verein beitritt, tut das aus Überzeugung und in der Gewissheit, dass wir auf seine ehrenamtliche Mitarbeit zählen werden. Karteileichen sind nicht das Ziel, die gibt es in vielen Vereinen: Mitglieder zahlen ihren Beitrag, und das war’s dann. Zu uns kommen die Überzeugungstäter. Natürlich wollen wir mit unseren Veranstaltungen Geld erwirtschaften, das dann Initiativen und Ideen zugutekommen soll. Ein wichtiger Teil für die Arbeit in unserem Verein wird die Einwerbung von Spenden und Sponsoring sein. Auch wir können ohne Geld weniger ausrichten und unterstützen.


Zur Person

Ulrike Rückforth (52) ist pädagogische Mitarbeiterin in der Grundschule Neuenkirchen. Die Neuenkirchenerin ist seit September 2016 Vorsitzende des Vereins Triebwerk – Engagement und Gemeinschaft (EuG) in der Samtgemeinde Neuenkirchen.

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