Nur am Freitag, 7. Juli 100 Jahre Sozialverband Deutschland: Ausstellung in Voltlage


Voltlage. Der Sozialverband Deutschland (SoVD) müsse sich auf seinen „Markenkern“ besinnen. „Dann wird es ihn auch weiterhin geben“, sagte Gerd Groskurt bei der Eröffnung der Wanderausstellung zum 100-jährigen SoVD-Bestehen in Voltlage.

In einer kleinen Feierstunde im Gemeindehaus wies der Vorsitzende des Kreisverbandes Osnabrück-Land vor Vertretern der SoVD-Ortsverbände aus dem Altkreis Bersenbrück darauf hin, dass die Geschichte des Sozialverbandes eng mit der Deutschlands verbunden sei. Gegründet als Reichsbund im Jahr 1917 mitten in den Wirren des Ersten Weltkrieges, habe er sich bis heute stets denjenigen Menschen in der Gesellschaft gewidmet, die auf Solidarität, Hilfe und Unterstützung dringend angewiesen seien. Der Reichsbund leistete anfangs Hilfe für Kriegsopfer und deren Hinterbliebene, heute vertritt er die Interessen von Rentnern, Pflegebedürftigen und Menschen mit Behinderungen. „Das ist und bleibt die wichtigste Aufgabe, denn nicht jeder hat heute die Möglichkeit, zum Rechtsanwalt zu gehen, wenn er in Probleme hineinschliddert“, so Groskurt.

1,6 Millionen Euro an Nachzahlungen für Mitglieder erstritten

Bei Fragen rund um Pflege- und Rentenversicherung trete der Sozialverband Deutschland für seine Mitglieder ein. Mit Erfolg: 2016 habe der Verband 1,6 Millionen Euro an Nachzahlungen für seine Mitglieder erstritten. Während die Zahl der Widerspruchs- und Klageverfahren jeweils um gut zehn Prozent angestiegen sei, liege der Zuwachs bei den Anträgen bei lediglich fünf Prozent. „Es regt mich maßlos auf, wenn Behörden und Institutionen offenbar erst einmal bis zu 40 Prozent aller Anträge ablehnen und es erst nach einem Widerspruchsverfahren eine fundierte Begründung gibt“, kritisierte er.

Sozialverband Deutschland hat 9000 im Landkreis Osnabrück

Zum Markenkern des Verbandes gehöre neben qualifizierter Beratung und Unterstützung auch, „sich in gesellschaftliche Entwicklungen einzumischen“. Im Osnabrücker Land sei der Sozialverband mit 9000 Mitglieder fest verwurzelt. „Die übergeht man nicht einfach.“ Außerdem habe der SoVD die Verpflichtung, „das gesellschaftliche Gefüge zusammenzuhalten“.

Umfangreiches Beratungs- und Hilfsangebot vor Ort

Zuvor hatte Voltlages Bürgermeister Norbert Trame die vielfältigen Aufgaben gelobt. Er wünschte sich, dass sich der Sozialverband auch als Mahner für Frieden und Freiheit verstehe. Dass der SoVD in den Kommunen durch seine Ortsverbände ein umfangreiches Beratungs- und Unterstützungsangebot vorhalte, erwähnte Neuenkirchens Samtgemeindebürgermeisterin Hildegard Schwertmann-Nicolay. „Das ist gerade in ländlichen Kommunen ein hohes Gut.“

Wanderausstellung nur noch am Freitag, 7. Juli, zu sehen

Wer die vom Landesverband Niedersachsen konzipierte Ausstellung unter dem Leitmotiv „100 Jahre SoVD. 100 Jahre Solidarität“ im Sitzungssaal des Gemeindehauses Voltlage noch besichtigen will, hat dazu allerdings nur noch am Freitag, 7. Juli, von 9 bis 12 Uhr und von 14 bis 18 Uhr Gelegenheit.


0 Kommentare