Burger gewinnt S-Dressur Spannendes Finale bei den Merzener Reitertagen

Von Henning Stricker

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Merzen. Zum ersten Mal in der langen Turniergeschichte hat der Reit- und Fahrverein Merzen eine Dressurprüfung der Klasse S* ausgeschrieben. Den Sieg holte sich Hermann Burger im Sattel von Black Boy.

Da zum einen solch höherklassige Prüfungen auf den ländlichen Turnieren eher selten sind, und zum anderen der Dressurplatz sehr gute Voraussetzungen bot, nutzten gleich viele Reiter aus der Region das Angebot. Insgesamt 21 Paare gingen in dieser schweren Dressurprüfung an den Start.

Bei allen Wertungsrichtern vorn

Den Sieger Hermann Burger (RFV Löningen-Böen-Bunnen), sahen gleich alle drei Wertungsrichter auf den ersten Platz. Mit dem elfjährigen Oldenburger Hengst Roy Black von Rubin-Royal / Donnerhall aus der Zucht von Heinrich Ramsbrock sicherte sich Burger mit 70,079 Prozentpunkten den Sieg vor Eva Möller (RSC Osnabrücker Land) mit La Lopez (69,206 %) und Heike Stute (RFV Ravensberg) mit Dancing Queen (68,413 %). Platz sieben sicherte sich Marie Sybel vom gastgebenden Merzener Verein im Sattel von Shangri-La (65,635 %).

Für VR-Bank-Cup qualifiziert

Für die Nachwuchsreiter aus der Region bestand zudem am Sonntagmorgen zum letzten Mal die Möglichkeit, sich für das Spring-Finale des VR-Bank- und Raiffeisenagrar-Cup 2017 zu qualifizieren. Diese Chance wollten neben Amelie Gerdemann aus Neuenkirchen/Bramsche auch noch 23 andere junge Reiterinnen und Reiter nutzen. In dieser Prüfung, einem Stilspringwettbewerb mit erlaubter Zeit, zeigte Gerdemann im Sattel von Tommy Hilfinger eine gute und sichere Runde die von den Wertungsrichter mit der 8,0 bewertet wurde. Platz zwei in dieser Prüfung sicherte sich Greta Hackmann vom gastgebenden Merzener Verein. Auch ihre Runde über die Hindernisse wirkte sicher und souverän und wurde mit der Note 7,8 bewertet.

Spannend wurde es dann noch einmal am Sonntagnachmittag in der Springprüfung der Klasse L* mit Stechen um den Sieg. Den ersten Umlauf in dieser Prüfung konnten insgesamt nur drei Reiter fehlerfrei beenden. Den Auftakt machte Timo Ahaus (RFV Neuenkirchen/Br.) im Sattel von Captain Jack Sparrow. Als zweiter Reiter konnte Leonhard Rohde (RFV Hesepe) mit seiner Royal Princess den Parcours ohne Spring- und Zeitfehler verlassen. Damit war ein Stechen um den Sieg erforderlich geworden. Zu den beiden gesellte sich dann mit Karina Brinkmann-Zegers dann noch eine Reiterin vom gastgebenden Merzener Verein. Auch sie schaffte mit Cuchen Girl den Null-Fehlerritt im ersten Umlauf.

Stechen im L*-Springen

Den Auftakt im Stechparcours machte Timo Ahaus. Das Paar war zwar schnell unterwegs, kassierte aber am vorletzten Hindernis einen Abwurf und beendete den Parcours mit vier Fehlerpunkten in 37,96 Sekunden. Rohde als zweiter Teilnehmer im Stechen war zunächst auch schnell unterwegs, beendete den Parcours dann aber mit zwei Hindernisfehlern in 40,26 Sekunden. Als letzte Starterin im Stechparcours hätte es Karina Brinkmann-Zegers zwar ruhig angehen lassen können, um in der erlaubten Zeit von 50 Sekunden zu bleiben. Sie hatte aber den Ehrgeiz, den Parcours nicht nur Fehlerfrei, sondern auch schnell zu beenden. Ohne Hindernisfehler ritt sie nach 38,45 Sekunden unter großem Beifall der Vereinskollegen ins Ziel und sicherte sich damit den Sieg in dieser Prüfung.

Zwei Sonderehrenpreise

Zudem freute sich Martin Blömer, der zweite Vorsitzende des Merzener Reitervereins, darüber, dass auch zwei Sonderehrenpreise zu vergeben waren. Für den Sieger der Reitpferdeprüfung, einer Prüfung für Nachwuchspferde, stiftete der Zuchthof Ratermann aus Alfhausen einen Decksprung des gekörten Hengstes Selfmade im Wert von 650 Euro. Ohne Ankündigung hingegen erfolgte die Vergabe des von Marie Sybel (Pferdetraining Individuell) vergebenen Ehrenpreis für „Faires Abreiten“. Die Wertungsrichter entschieden sich für die Zwei-Sterne-Dressurprüfung der Klasse L und begutachteten bei jedem Teilnehmer das Abreiten, sprich das vorbereiten des Pferds auf die bevorstehende Prüfung. Hier überzeugte Matthias Alexander Krug (RFV Holdorf). Zwar wurde er mit Fürstenballs Collier nur vierter in der Wertung, aber im fairen Umgang mit dem Sportpartner Pferd überzeugte er die Jury.

Weitere Ergebnisse im Internet unter www.hehemann-ts.de.


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