Bus startet in Voltlage Nachtschwärmer aus dem Nordkreis unterwegs in Hamburg

Von Bjoern Thienenkamp

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Altkreis Bersenbrück. Jeweils in den Osterferien führt eine Extratour der Nachtschwärmer, der samstagnächtlichen Linienbusse, in eine europäische Metropole. Am Samstag war die Hansestadt Hamburg das Ziel der 55 unternehmungslustigen Fahrgäste. Ein Zeitprotokoll.

Am Samstagmorgen ging es für die Teilnehmer los.

5.30 Uhr: Ab Voltlage sammelt Reiner Rostek mit dem luxuriösen Reisebus der Firma Hülsmann-Reisen die Jungen und Junggebliebenen auch in Fürstenau, Ankum, Bersenbrück und Quakenbrück ein und steuert Hamburg an.

9.30 Uhr: Nach der Ankunft an den St.-Pauli-Landungsbrücken an der Norderelbe gibt es das obligatorische Gruppenfoto mit dem Nachtschwärmer-Banner. Wer die Stadtführung nicht gebucht hat, macht sich auf den eigenen Weg.

Stippvisite in Hamburgs ältester Reihenhaussiedlung

10 Uhr: Angela Köllisch übernimmt das Ruder und erklärt den Niedersachsen Hamburg. Die Gästeführerin erzählt von den drei Aufzügen des Elbtunnels von 1911 und vom Riesenrad auf der als Dom bezeichneten Kirmes auf dem Heiligengeistfeld, zeigt die 50 Weinstöcke und die Obdachlosen unter der Brücke ebenso wie die „Tanzenden Türme“ am Anfang der Reeperbahn und das Hotel Atlantic, in dem Rockstar Udo Lindenberg Dauergast ist. Sie beziffert die Fläche der Stadt mit 747 Quadratkilometern, wovon jeweils zehn Prozent Parks und Wasser seien, die Zahl der Bars, Tavernen und Nachtklubs an der einen Kilometer langen Reeperbahn mit 750. Köllisch berichtet vom ersten Recht für zollfreien Handel ab 7. Mai 1189 als Grundlage des jährlichen Hafengeburtstags und natürlich stellt sie auch die als „Elphi“ abgekürzte Elbphilharmonie vor. Ein Abstecher führt in die Kirche St. Michaelis, die mit ihrem als „Michel“ bezeichneten Turm ein Wahrzeichen der Hansestadt ist, und in die Krameramtsgasse mit den Kramer-Witwen-Wohnungen, quasi Hamburgs ältester Reihenhaus-Siedlung.

Hafenrundfahrt dauert eine Stunde

12 Uhr: Wer auch noch die Hafenrundfahrt gebucht hat, lässt sich von David von Barkassen Meyer eine Stunde lang durch das Wasser schippernd auf amüsant naive Weise Geschichte, Funktion und Abläufe der Anlage erklären.

13 Uhr: Spätestens jetzt wuseln alle Nachtschwärmer durch die Stadt, haben noch neun Stunden Zeit zur Erkundung.

Passagiere vom Angebot angetan

21.30 Uhr: „Die Gasse hätten wir im Leben nicht entdeckt“, freut sich Ursel Küthe über die gute Stadtführung. „Zur Mittagsandacht haben wir uns die vier Orgeln in der Michaeliskirche angehört“, berichtet die Ankumerin. „Und dann haben wir noch eine Barkassenrundfahrt in der Speicherstadt gemacht“, sagt die 57-Jährige. „Ich habe mit 17.000 Schritten zwölf Kilometer zurückgelegt“, blickt ihre Freundin Irene Barkey zurück. „Wir waren auf der Plaza in der achten Etage der Elbphilharmonie“, berichtet die Wallenhorsterin. „Der Preis ist gut, der Bus ist super, der Fahrer auch, das ist weiterzuempfehlen“, resümiert die 55-Jährige.

22.10 Uhr: Reiner Rostek hat alle an Bord. Es geht zurück. Drei Stunden Fahrt stehen an. Vom ZOB Hamburg zum ZOB Voltlage.


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