KZVN nimmt Stellung Zahnärztliche Notfallversorgung im Osnabrücker Nordkreis

Notfallbereitschaften bei Zahnärzten bestehen an den Wochenenden und an Feiertagen. Symbolfoto: dpaNotfallbereitschaften bei Zahnärzten bestehen an den Wochenenden und an Feiertagen. Symbolfoto: dpa

Hannover/Neuenkirchen. Zur Frage des nicht vorhandenen Notdienstes von Zahnärzten (KZVN) im Osnabrücker Nordkreis am Mittwoch äußert sich die Kassenzahnärztliche Vereinigung verhalten und stellt die Frage, ob so etwas für Zahnärzte machbar und zumutbar ist.

Ist es eine Frage des Wollens oder des Könnens? Im Gegensatz dass die zahnärztliche Notfallversorgung im Nordkreis des Landkreises Osnabrück im Gegensatz zur Stadt Osnabrück und Teilen des östlichen Landkreises nicht vollständig vorhanden ist. Dr. Michael Loewener, Vorstandsreferent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KZVN), stellte auf Anfrage unserer Zeitung dar, wie die sogenannte „zahnärztliche Notfallbereitschaft“ organisiert ist.

Notfallbereitschaften an Wochenenden und Feiertagen

Zunächst weist er darauf hin, dass Notfallbereitschaften an den Wochenenden und an Feiertagen bestehen. Darauf würden die Zahnärztekammer und die Kassenzahnärztliche Vereinigung auf ihren Internetseiten hinweisen. Der Blick ins Internet der KZVN und der Zahnärztekammer zeigt, dass im Gegensatz zu den Bereichen Melle, Wittlage, Belm, Bissendorf und Osnabrück-Süd, kein zentrales zahnärztliches Notfallbereitschaftstelefon genannt ist.

Jeder Zahnarzt Ansprechpartner für seine Patienten

„Da Notfallbereitschaften an den Wochenenden und an Feiertagen organisiert sind, bedeutet das andererseits, dass an den anderen Wochentagen, also auch am Mittwoch, keine Notfallbereitschaft organisiert ist, sondern zunächst jeder Zahnarzt Ansprechpartner für seine Patienten ist“ erklärt Michael Loewener. „Einerseits muss jeder Zahnarzt Notfälle seiner Patienten versorgen, andererseits kann das jedoch nicht bedeuten, dass er sich über 24 Stunden des Tages für eine Notfallversorgung bereithält“, so der Vorstandsreferent.

Keine Rund-um-die-Uhr-Bereitschaft

Zur Erreichbarkeit außerhalb der Sprechstunden habe das Bundessozialgericht ausgeführt, dass diese im Rahmen des „Machbaren und Zumutbaren“ zu gewährleisten sei. „Diese Antwort mag im Einzelfall unbefriedigend sein, sie entspricht jedoch den realen Rahmenbedingungen, die eine Rund-um-die-Uhr Verfügbarkeit aus personellen-, wirtschaftlichen- und Gründen der persönlichen Zumutbarkeit nicht zulassen“ so Loewener weiter. Dies treffe insbesondere für die Versorgung in der Fläche zu und sei sicherlich auch einer der Gründe für unbesetzte Praxen und Ärztemangel auf dem Land. Die KZVN zu Jannes Fall: Die kleine Patientin habe zahnärztlich versorgt werden können. Das bedeute, dass, auch wenn mit einigen Unannehmlichkeiten verbunden, in einem Radius von ungefähr 27 Kilometer und einer Fahrzeit von rund einer halben Stunde eine Behandlung des Kindes erfolgt sei, die hoffentlich den gewünschten Erfolg gehabt hätte.


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