Staatsanwaltschaft ermittelt Berge an Bauschutt in Merzener Sandkuhle entdeckt

Von Josef Pohl

In einer Sandgrube in Döllinghausen entdeckten Polzei und Staatsanwaltschaft große Mengen Bauschutt. Symbolfoto: Christian Geers/ArchivIn einer Sandgrube in Döllinghausen entdeckten Polzei und Staatsanwaltschaft große Mengen Bauschutt. Symbolfoto: Christian Geers/Archiv

Merzen. Die Sandkuhlen in der Gemeinde Merzen sind seit Jahren ein Thema für die Grünen in der Samtgemeinde Neuenkirchen. Nunmehr befasst sich auch die Staatsanwaltschaft Osnabrück näher mit dem Geschehen auf einer dieser Sandgruben.

Am Dienstag rückten Polizei und Staatswaltschaft zu einer Sandkuhle im Merzener Ortsteil Döllinghausen aus. Es ging um die Schuttberge, die in der Sandgrube lagern. Genauer gesagt handelt es sich um Bauschutt, wobei noch nicht geklärt ist, woher er stammt. Nach ersten Erkenntnissen soll dieser Bauschutt aber asbestbelastet sein.

Verdacht der Gewässerverunreinigung

Die Staatsanwaltschaft ermittelt, wie ihr Sprecher René van Münster erklärte, in dieser Angelegenheit wegen des Verdachts der Gewässerverunreinigung und des unerlaubten Ablagerns von Abfällen. Bauschutt darf nach Angaben der Staatsanwaltschaft nur auf dafür geeigneten Stellen in einem Industriegebiet verarbeitet werden, und nicht, wie in diesem Fall, mit einem mobilen Schredder.

Eine Genehmigung nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz für den Bauschutt habe das Merzener Unternehmen nicht, so die Staatsanwaltschaft . Erst nach dem Vorliegen von Gutachten über die Boden- und Grundwasserproben wird die Staatsanwaltschaft entscheiden, inwieweit strafrechtliche Schritte eingeleitet werden. Was mit dem Bauschutt und dem belasteten Boden geschieht, liegt in den Händen des Landkreises Osnabrück als Ordnungsbehörde.

Keine akute Gefahr für Trinkwasser

Die Sandgrube befindet sich in einem Trinkwassergewinnungsgebiet, gut zwei Kilometer von den Brunnen des Wasserverbandes Bersenbrück entfernt. Da Asbest nicht wasserlöslich ist und die Fasern vom Boden gehalten werden, sieht der Wasserband keine akute Gefahr für die Trinkwasserproduktion.


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