Auf der Suche nach dem Mittelweg Runder Tisch zum Umspannwerk im Raum Merzen

Meine Nachrichten

Um das Thema Samtgemeinde Neuenkirchen Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Wo entsteht das Umspannwerk im Raum Merzen? Der Runde Tisch soll hier für mehr Transparenz sorgen. Symbolfoto: Thorsten Konkel/ArchivWo entsteht das Umspannwerk im Raum Merzen? Der Runde Tisch soll hier für mehr Transparenz sorgen. Symbolfoto: Thorsten Konkel/Archiv

pm/jp Neuenkirchen/Merzen .Die Diskussion über den Standort der geplanten Umspannanlage im Raum Merzen wird transparent und ergebnisoffen an einem Runden Tisch geführt. Darauf haben sich der Übertragungsnetzbetreiber Amprion, der Landkreis Osnabrück, beteiligte Kommunen und die Bürgerinitiative Hackemoor unter Strom bei einem Vorbereitungstreffen im Feuerwehrgerätehaus Neuenkirchen verständigt.

Die Teilnehmer beauftragten die Dortmunder Kommunikationsberatung IKU – Die Dialoggestalter damit, zeitnah eine inhaltliche Konzeption sowie einen Vorschlag für die Zusammensetzung des Runden Tisches zu entwickeln. IKU soll auch die Moderation übernehmen.

Raumordnungsplan erwünscht

Als Maßstab für den künftigen Teilnehmerkreis gilt: Jedes durch die Planungen direkt berührte Interesse wird in dem Gremium vertreten sein. Die erste Sitzung soll noch vor den Sommerferien stattfinden; weitere drei Termine sind bis Oktober geplant.

Ursprünglich wollte Amprion die Genehmigung für den Bau der Umspannanlage Mitte 2016 nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz beantragen. Einige Vertreter von Kreis, Kommunen und der BI untermauerten bei dem Treffen noch einmal den Wunsch der Gemeinde Merzen und der Samtgemeinde Neuenkirchen, die Anlage mit in das Raumordnungsverfahren für die geplante 380-kV-Höchstspannungsleitung von Conneforde über Cloppenburg nach Merzen zu integrieren.

Alternative Standorte

Der Runde Tisch soll nun einen Mittelweg ebnen und mehrere alternative Standorte mit einer Prüftiefe untersuchen, die einem Raumordnungsverfahren möglichst nahe kommt. Amprion signalisierte Bereitschaft, die Beantragung trotz des zeitlichen Drucks um einige Monate zu verschieben und sicherte zu, mittels des Runden Tisches weiterhin Transparenz herzustellen.

So sollen am Runden Tisch nicht nur der rechtliche Rahmen für die Umspannanlage und des Beteiligungsverfahrens erläutert und diskutiert werden. Insbesondere wird es darum gehen, Wechselbezüge und Abhängigkeiten zwischen denkbaren Standorten der Anlage und einer möglichen Trassenführung darzustellen. Konkret geht es um die Frage, ob bestimmte Flächen für das Umspannwerk gleichzeitig eine Vorfestlegung der Trasse bedeuten und ob sie Verschwenkungen bestehender Trassen oder zusätzlichen Leitungsneubau auslösen würden.

Einbettung in die Landschaft

Amprion hat signalisiert, eine Darstellung von Alternativen zu erarbeiten, die eine Bewertung in Frage kommender Standorte ermöglicht. Darüber hinaus soll am Runden Tisch dargestellt werden, welche technischen Notwendigkeiten bestehen, um den Strom abtransportieren zu können, der durch Windenergieanlagen – nicht zuletzt in der Region selbst – produziert wird.

Auch das Aussehen der Anlage und eine mögliche Einbettung in einen landschaftspflegerischen Begleitplan sowie die gesetzlich vorgesehene Erdkabeloption für die Trassenführung zwischen Cloppenburg und Merzen sollen auf der Tagesordnung stehen.

Nachvollziehbare Entscheidung

Die Teilnehmer des Vorbereitungstreffens, unter anderem Kreisrat Dr. Winfried Wilkens, Samtgemeindebürgermeisterin Hildegard Schwertmann-Nicolay und Bramsches Bürgermeister Heiner Pahlmann, machten deutlich, dass sie als Ergebnis der Gespräche am Runden Tisch eine nachvollziehbare Entscheidung in der Standortfrage erwarten.

Das nächste Treffen sei zwar noch nicht terminiert, so Hildegard Schwertmann-Nicolay, doch wichtig sei, dass dies noch vor den Sommerferien zustande komme.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN