Breitband-Ausbau Samtgemeinde Neuenkirchen macht sich Hoffnung

Auf eine bessere Breitbandversorgung hofft auch die Samtgemeinde Neuenkirchen. Symbolfoto: dpa/ArchivAuf eine bessere Breitbandversorgung hofft auch die Samtgemeinde Neuenkirchen. Symbolfoto: dpa/Archiv

Neuenkirchen. Zusammen mit dem Landkreis Osnabrück wollen die 21 Städte und Kommunen die Breitbandversorgung ausbauen. Inwieweit die Samtgemeinde Neuenkirchen davon profitiert, ist noch nicht absehbar. Die Erwartungen sind aber hoch.

Surfen im Schneckentempo, lange Uploadzeiten beim Versand größere Dateien – viele Einwohner in Merzen, Neuenkirchen und Voltlage werden derzeit mit unzureichenden Datenleitungen regelrecht ausgebremst. Dazu gibt es vielerorts noch Versorgungslücken, sogenannte weiße Flecken, die geschlossen werden sollen.

„Das wollen die 21 Städte und Gemeinden gemeinsam mit dem Landkreis Osnabrück ändern“, sagte Neuenkirchens Samtgemeindebürgermeisterin Hildegard Schwertmann-Nicolay in einer Sitzung des Bauausschusses. Die Rathauschefin ist Mitglied in der von der Bürgermeisterkonferenz im Kreis eingerichteten Arbeitsgemeinschaft Breitband. Das Ziel: Wenigstens 83 Prozent der Bevölkerung soll mit einem Anschluss von 30 Megabit/Sekunde ausgestattet werden.

Nur Kreise und kreisfreie Städte können Fördermittel abrufen

Die Fördermittel für den Breitbandausbau, die Bund, Land und Europäische Union bereitstellten, könnten allerdings nur von den Landkreisen und kreisfreien Städten, nicht aber von einzelnen Kommunen abgerufen werden. Und möglich sei eine Ausbauinitiative des Kreises auch nur in Gebieten, „in denen Telekommunikationsanbieter den Markt nicht bedienen“, so Schwertmann-Nicolay. So solle verhindert werden, dass Kreise den Anbietern „attraktive und lukrative Bereiche wegnehmen“. Auf diese Weise werde der Markt geschützt.

Deshalb seien alle Telekommunikationsanbieter angeschrieben worden, ihre Ausbaupläne für Glasfaserverkabelung mitzuteilen. Diese Angaben müssten allerdings nicht verbindlich sein. Tätig werden könne der Kreis also nur in Bereichen, an denen die Anbieter kein Interesse hätten.

Erste Pläne für den Spätsommer erwartet

Auch die Samtgemeinde Neuenkirchen habe großes Interesse, den Netzausbau weiter voranzubringen, so die Meinung im Bauausschuss. Den Mitgliedern war allerdings schnell klar, dass angesichts der Quote von 83 Prozent „nicht jedes Einzelgehöft angeschlossen werden kann“. Auch werde gewiss nicht jeder Förderantrag genehmigt. „Letztlich ist es eine politische Frage, wie viel Geld Kreis und Kommunen in den Netzausbau stecken“, stellte die Samtgemeindebürgermeisterin fest.

Erste Ergebnisse und ein Überblick über den Netzausbau in der Samtgemeinde Neuenkirchen werden für den Spätsommer erwartet.


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