400 Schweine verendet Peta erstattet Anzeige nach Stallbrand in Merzen

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Der Großteil der Schweine konnte nach dem Brand in Westeroden rechtzeitig evakuiert und weggefahren werden, 400 Klauentiere überstanden Qualm und Feuer jedoch nicht.. Foto: Burkhard DrägerDer Großteil der Schweine konnte nach dem Brand in Westeroden rechtzeitig evakuiert und weggefahren werden, 400 Klauentiere überstanden Qualm und Feuer jedoch nicht.. Foto: Burkhard Dräger

jp/pm Merzen. Nach dem Stallbrand am 30. Dezember vergangenen Jahres auf einem Hof im Merzener Ortsteil Westeroden hat die Tierrechtsorganisation Peta Deutschland Strafanzeige erstattet. 400 Schweine konnte nach dem Ausbruch des Feuers nicht rechtzeitig evakuiert werden.

Nun muss sich die Staatsanwaltschaft Osnabrück mit der Anzeige gegen den Betreiber befassen. Der Vorwurf der größten deutschen Tierrechtsorganisation laut vorliegender Pressemitteilung: Durch unzureichende Brandschutzmaßnahmen wurde möglicherweise billigend in Kauf genommen, dass die Schweine qualvoll im Feuer ersticken oder bei vollem Bewusstsein verbrennen.

Dank an Feuerwehrleute

Peta dankt den am Einsatz beteiligten Feuerwehrleuten sowie allen Helfern, die sich für die Rettung der Tiere eingesetzt haben.

„So gut wie jedes Tier, das bei einem Brand im Stall starb, wurde grob fahrlässig getötet“, wird Edmund Haferbeck, Leiter der Rechts- und Wissenschaftsabteilung bei Peta Deutschland in der Pressemitteilung zitiert. Der Brandschutz werde bei vielen Tierställen nicht ernst genommen.

In der Vergangenheit kritisierte Peta wiederholt die bestehenden Brandschutzverordnungen, da ein Schutz der Tiere so gut wie nicht geregelt ist. Zudem würden selbst diese unzureichenden Schutzmaßnahmen in der Praxis meist nicht umgesetzt. Durch eine kritische Lage der Löschwasserversorgung komme es bei derartigen Bränden häufiger zu Zeitverzögerungen, die eine Rettung der Tiere verhindern. Beim aktuellen Einsatz war dies aber nicht der Fall, denn der Gemeindebrandmeister hatte am Brandtag noch die gute Versorgung durch Hydranten und Löschteiche hervor gehoben.

Für die Ernährungsindustrie seien Tiere ein reines Produktionsgut, so die Tierrechtler. Verbrennen oder erstickten Tiere in einem Stall, werde allein der entstandene Sachschaden berechnet.


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